8 Kilometer vor Libyen ertrinken 15 afrikanische Migranten, bei Schiffbruch

Migrationsfördernde Maßnahmen

ROM – Mindestens 15 afrikanische Migranten kamen am Sonntag bei einem Schiffsunglück vor der Küste Libyens ums Leben, als ihr Schiff beim Versuch, die gefährliche Mittelmeer Migrationsroute nach Italien zu überqueren, kenterte.

Der libyschen Küstenwache gelang es, 95 überlebende 15 afrikanische Migranten
zu retten und sie an die afrikanische Küste zurückzubringen.

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) sagte, dass möglicherweise noch weitere Menschen vermisst werden, da das Schlauchboot Berichten zufolge etwa 125 Migranten an Bord hatte, als es am Freitag in der libyschen Küstenstadt Zawiya ablegte.

„Die IOM-Teams kümmern sich nun um die Überlebenden, von denen viele an den Folgen von Schürfwunden und Unterkühlung leiden“, erklärte die Organisation.

„Mindestens 15 Migranten sind ertrunken, 95 weitere wurden heute von der Küstenwache ans Ufer zurückgebracht“, schrieb IOM-Sprecherin Safa Mhsehli auf Twitter. „Die Tragödien und der vermeidbare Verlust von Menschenleben gehen weiter, während eine Politik des Schweigens und der Untätigkeit fortgesetzt wird.“

Falsche Gutmütigkeit schafft Tote Migranten

„Letzte Nacht riefen uns 125 Menschen in einem Schlauchboot vor der Küste #Libyens an“, schrieb die Open-Borders-NGO Alarm Phone am Sonntag in ihrem Twitter-Feed. „Die den Meerestod geweihten Migranten behaupteten, das Schlauchboot habe Luft verloren und es seien Menschen über Bord gegangen. Sie baten um dringende Hilfe.“

„Sie waren nur 8 km von der Küste entfernt, aber die sogenannte libysche Küstenwache griff nicht ein!“, beschwerte sich die NGO.

„Wir haben alle Behörden gewarnt, aber die sogenannte libysche Küstenwache hat geantwortet, dass sie sich weigert, einzugreifen“, behauptete die Gruppe in einem separaten Tweet. „Wie üblich lassen die europäischen und libyschen Behörden die Menschen lieber auf dem Meer sterben, als sie nach Europa zu bringen. Wir fordern sofortige Hilfe für die 125 Menschen.“

Nach einem ähnlichen Vorfall im vergangenen Monat schlug der Vorsitzende der italienischen Lega-Partei, Matteo Salvini, wegen der wachsenden Zahl illegaler Einwanderer, die Italiens Küsten erreichen, Alarm.

„Fünf Millionen legale Einwanderer in Italien, sie gehören zu meinen Brüdern und Schwestern“, schrieb Salvini auf Twitter. „Auf der anderen Seite schaffen die Anlandungen und die illegale Einwanderung Probleme. Ich glaube, dass wir mit Draghi in Harmonie sein werden, die italienischen Grenzen sind die Grenzen von Europa.“

Salvini war ein scharfer Kritiker der Migrantentransport NGOs, die im Mittelmeer operieren, und beschuldigte sie, Migranten zu einer gefährlichen Reise zu animieren, indem sie ihnen einen kostenlosen „Taxiservice nach Europa“ anbieten, und sich am Menschenhandel zu beteiligen.

Nachdem er von seinem Posten als Innenminister zurückgetreten war, machte Salvini den darauf folgenden starken Anstieg der Todesfälle von Migranten im Meer für die Politik der offenen Häfen der linken Regierung verantwortlich.

Diese Todesfälle sind das Ergebnis von Weltverbesserern, die meinen “Es gibt Platz für alle“. Das Ergebnis der offenen Häfen, das Ergebnis von neuem Enthusiasmus für die Schmuggler“, sagte Salvini 2019.

„Die Zahl der Anlandungen hat sich verdreifacht. Diejenigen, die zugelassen haben, dass die Häfen wieder geöffnet werden, trauern sie um diese toten Menschen?“, fügte der Lega-Parteichef hinzu.

Das Schiffsunglück vom Sonntag war das jüngste entlang der zentralen afrikanischen Migrationsroute im Mittelmeer. Letzte Woche gaben internationale Organisationen an, dass mindestens 41 Menschen ertrunken seien, als ihr Boot am 20. Februar vor Libyen kenterte.

Laut IOM-Statistiken sind seit 2014 mehr als 20.000 Menschen im Mittelmeer gestorben. Im libyschen Hoheitsgewässer: 8 Kilometer vor Libyen ertrinken 15 afrikanische Migranten, bei Schiffbruch. Ein europäisches Problem?