Bericht: Deutsche Beamte haben 30 Jahre lang Kinder bei bekannten Pädophilen untergebracht

Ein ehemaliger Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Berliner Senatoren, Bürokraten und Mitglieder der Bildungseinrichtung sind alle in ein Netzwerk eingebunden, „in dem pädophile Positionen akzeptiert, unterstützt und verteidigt wurden“, heißt es in einem Bericht über die Vermittlung obdachloser Kinder an bekannte pädophile Pflegeeltern durch die deutsche Regierung.

Seit über einem Jahr haben Forscher der Universität Hildesheim Tausende von Akten in der Senatsschulverwaltung in Berlin gesichtet. Der 57-seitige Bericht, der in dieser Woche veröffentlicht wurde, kam zu dem Ergebnis, dass ein „Netzwerk von Akteuren in der Senatsverwaltung und Institutionen der Bildungsreform während der Heimreform der 1970er Jahre die Einrichtung von Wohngemeinschaften und Pflegeheimen für pädophile Männer toleriert hat“.

Ein wegen Kindesmissbrauchs vorbestrafter Mann, im Bericht als Fritz H. bezeichnet, war in der Lage, mindestens neun Kinder zu vergewaltigen und zu missbrauchen, die ihm im Rahmen des von der Regierung unterstützten Programms als Pflegekinder gegeben wurden. Trotz der extremen Warnzeichen wählten ihn die Berliner Jugendhilfebeamten immer wieder als Pflegevater für Kinder aus, die oft sechs oder sieben Jahre alt waren.
Die von Fritz H. begangenen Misshandlungen erfolgten nach Angaben der Berliner Zeitung in den 1970er Jahren bis 2003.

Der Bericht wies ausdrücklich auf das Pädagogische Zentrum in Berlin als Hauptkoordinierungsstelle des Programms hin, fügte aber hinzu, dass sich die Politik wahrscheinlich auf das ganze Land ausgedehnt habe.

Das Zentrum wurde 1965 vom damaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt von der Sozialdemokratischen Partei (SDP), gegründet. Brandt diente später von 1969 bis 1974 als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (Westdeutschland).
Für seine Bemühungen um eine Annäherung an Ostdeutschland und die Verbesserung der Beziehungen zwischen Polen und der Sowjetunion wurde er 1971 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Den Forschern zufolge unterstützte Willy Brandt das Projekt nachdrücklich, wies aber darauf hin, dass das Zentrum „eindeutig“ dem Senat unterstellt sei, dem der regierende Bürgermeister Brandt vorstand.

Bericht: Deutsche Beamte haben 30 Jahre lang Kinder bei bekannten Pädophilen untergebracht
1983 SPD-Wahlparteitag in der Dortmunder Westfalenhalle Foto: Bundesarchiv

Der Direktor der Erwachsenenbildung des Pädagogischen Zentrums war der Sozialwissenschaftler Helmut Kentler (1928-2008), der argumentierte, dass Sex zwischen Erwachsenen und Kindern ein entscheidender Faktor für eine gesunde sexuelle Entwicklung sei, und sagte, dass „in manchen Fällen fast so etwas wie eine sanftere Form der Sozialarbeit“ sei.

Als populäre Figur in der sexuellen Revolution in Deutschland in den 1960er Jahren verfasste Kentler oft „Experten“-Gutachten für den Berliner Senat, und seine Bücher über „sexuelle Befreiung“ waren damals Bestseller. In der Tat stellt die Deutsche Welle fest, dass der Wandel in der Einstellung zur Sexualität von Kindern in Deutschland zu dieser Zeit Teil der Revolution von 1968 war, die Europa erfasste und dazu beitrug, alle Traditionen und konventionellen Weisheiten beiseite zu werfen, einschließlich der Idee, dass Kinder keinen Sex mit Erwachsenen haben sollten.

Die Deutsche Welle stellt fest, dass die Ära, die diese Ideen hervorbrachte, ein „dunkles Erbe all dessen war, wofür 1968 stand“.

In den 1960er Jahren gab es in West-Berlin eine große Population obdachloser Kinder. Kentler plädierte dafür, die Kinder bei pädophilen Pflegevätern unterzubringen, da diese den Kindern gegenüber liebevoller seien. Das sogenannte „Kentler-Experiment“ dauerte mit Zustimmung der Regierung in Berlin rund 30 Jahre.

Den Hildesheimer Forschern zufolge nutzte Kentler seine prominente Stellung als Direktor und sein Ansehen in der Öffentlichkeit, um den Missbrauch durch Pädophile wie Fritz H. abzuschirmen.

Der Bericht betonte auch, dass der Universität noch immer rund 1.000 Akten vorenthalten wurden, sodass viele Namen von Opfern und Beteiligten des Pädophilennetzwerks unbekannt bleiben.

„Im Untergeschoss der Bildungsverwaltung gibt es noch rund 1.000 Akten, die noch nicht bearbeitet wurden“, sagte Wolfgang Schröer, Mitglied des Forschungsteams in Hildesheim.
Drei ehemalige sozialdemokratische Senatoren Berlins – der Senator für Schule und Bildung Carl-Heinz Evers, der Senator für Jugend und Sport Kurt Neubauer und der Senator für Arbeit und Soziales Kurt Exner – seien dem Bericht zufolge besonders „beteiligt“.

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Cover von Helmut Klerers Buch Eltern lernen Sexual-Erziehung (Eltern lernen Sexualerziehung), das Eltern zeigt, die nackt mit ihren kleinen Kindern baden. Bildnachweis: Amazon.com

Marco und Sven, zwei Opfer des Programms, verklagen derzeit die Berliner Regierung auf Schadenersatz. Marco sagte, „unser Leben ist ruiniert“ und Sven fügte hinzu, „man kommt nie wirklich darüber hinweg“, so die Deutsche Welle.

Die amtierende sozialdemokratische Bildungssenatorin Sandra Scheeres sagte am Montag, die Regierung werde mit den Opfern „Gespräche über eine finanzielle Entschädigung“ aufnehmen und damit die bisherige Politik des Berliner Senats umkehren.

Der umgangssprachlich als „rot-rot-grüner Senat“ bezeichnete Senat – der seinen Namen von der Farbe der Parteien der Regierungskoalition (rot für die SPD, rot für die Linkspartei Die Linke und grün für die Grünen) erhält – argumentiert seit Jahren mit Verjährungsgründen gegen jede finanzielle Regelung.

Senatorin Scheeres erwähnte in ihrer Erklärung nicht die fehlenden 1.000 Dokumente, die mögliche Beteiligung von Mitgliedern ihrer politischen Partei oder ob Mitglieder anderer deutscher Parteien in dem Netzwerk aktiv sind.
Nach Angaben eines der Opfer: „Sie wollten nicht, dass irgendjemand namentlich genannt wird. Und sie haben ihr Ziel erreicht. Sie haben das System verteidigt“, so eines der Opfer.

Marianne Burkert-Eulitz von den Grünen – die selbst in den 1970er Jahren auf die Legalisierung des „einvernehmlichen“ Geschlechtsverkehrs zwischen Kindern und Erwachsenen gedrängt hatte – warf dem Senat vor, aus Angst vor politischen Gegenreaktionen eine Untersuchung des Netzwerks zu verzögern, wenn sich herausstellen sollte, dass andere prominente Politiker beteiligt waren.

Sie sagte, dass „es Netzwerke gab und gibt, sie existieren immer noch“, und fügte hinzu, dass es für politische Parteien nicht leicht sein mag, die Schuld an dem Skandal zuzugeben, „aber es muss getan werden“.

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