Die Niederlande haben ein Verbot islamischer Schleier im öffentlichen Raum in Kraft gesetzt, 14 Jahre nachdem der niederländische Populist Geert Wilders das erste Mal darüber diskutiert hatte.

Das Verbot islamischer Schleier von Gegenständen wie Burkas und Niqabs umfasst auch andere Gesichtsbedeckungen wie Helme und Hauben und ist am Donnerstag in Kraft getreten. Das Gesetz wurde im Juni 2018 verabschiedet, aber erstmals 2005 von rechten Populisten fokussiert.
Es ist jedoch nur ein Teilverbot, da das Tragen des Schleiers auf der Straße gesetzlich nicht verboten ist.
„Das Tragen von Kleidung, die das Gesicht bedeckt, ist ab sofort in Bildungseinrichtungen, öffentlichen Einrichtungen und Gebäuden sowie in Krankenhäusern und öffentlichen Verkehrsmitteln verboten“, heißt es in einer Erklärung des niederländischen Innenministeriums.

Niederländisches Burka-Verbot

Die Nichtbeachtung des Burka-Verbot Gesetzes kann zu einer Geldstrafe von 150 € führen. Das Burka-Verbot des islamischen Schleiers ist europaweit unterschiedlich. Frankreich ist das erste europäische Land, das es 2010 verbietet. Anders als in den Niederlanden ist das Tragen in der Öffentlichkeit gesetzlich verboten.
Im Oktober 2018 forderten die Vereinten Nationen jedoch Frankreich auf, das Burka-Verbot Gesetz aufzuheben, nach dem es die Menschenrechte muslimischer Frauen „verletzt“ habe. Dänemark hat die Burka 2018 vollständig verboten, Österreich 2017, Bulgarien und Lettland 2016 und Belgien 2011. Es gibt auch Teil- und Regionalverbote in Italien, Norwegen, der Schweiz und Spanien.
In den letzten Jahren gab es auch einige Verbote von Kleidungsstücken in islamischen Ländern oder Ländern, in denen eine bedeutende muslimische Bevölkerung lebt. Die nordafrikanische Nation Tunesien verbot im Juli „aus Sicherheitsgründen“ islamische Gesichtsbedeckungen in Regierungsgebäuden nach drei Terroranschlägen in der Hauptstadt Tunis, bei denen Zeugen sagten, einer der Bomber trage einen Schleier.
Der Niqab war unter dem früheren Zine El Abidine Ben Ali-Regime nicht toleriert worden, erlebte jedoch nach dem sogenannten „arabischen Frühling“ im Jahr 2011 ein Wiederaufleben.
Sri Lanka hatte die Burka im April nach den Terroranschlägen vom Ostersonntag verboten, die sich gegen Christen und Touristen richteten. Das Präsidialamt des Landes gab eine Erklärung heraus: „Das Verbot besteht darin, die nationale Sicherheit zu gewährleisten.“
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Beitragsbild: Von Woman_walking_in_Afghanistan.jpg: Steve Evans from India and USAderivative work: Nupdbqun (talk) – Woman_walking_in_Afghanistan.jpg, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10724416