China bei Spionageversuche im finnischen Parlament erwischt

Am Donnerstag erklärte Finnlands nationale Sicherheitsbehörde, dass die Cybergruppe APT31, die allgemein mit der chinesischen Regierung in Verbindung gebracht wird, das China wahrscheinlich hinter einem Cyberspionage-Angriff auf die Informationssysteme des Parlaments des nordischen Landes steckt.

Finnland schnappt China bei Spionageversuche im finnischen Parlament? Die unter der Abkürzung Supo bekannte finnische Sicherheitsbehörde sagte, sie habe „eine Cyberspionage-Operation im Jahr 2020 identifiziert, die sich gegen das Parlament richtete, mit dem Ziel, in die IT-Systeme des Parlaments einzudringen.“

Die Agentur fügte hinzu, dass „nach den Erkenntnissen der Supo APT31 für den Angriff verantwortlich war“. Sie erwähnte China nicht namentlich oder die angeblichen Verbindungen der Gruppe zur Regierung in Peking. Die Erklärung wurde auch auf der Twitter-Seite der Agentur auf Englisch gepostet.

China bei Spionageversuche erwischt

Das finnische Büro für Ermittlungen, NBI, sagte Ende Dezember, dass es eine Untersuchung über mutmaßliche schwerwiegende Hacker- und Spionageangriffe auf die Informationssysteme von Eduskunta, der finnischen Legislative, eingeleitet habe. Unter anderem wurden die E-Mail-Konten einiger Abgeordneter kompromittiert.

Das Parlament hat inzwischen die Sicherheitsfunktionen der Systeme aufgerüstet.

Tero Muurman vom NBI, der die Ermittlungen leitet, sagte am Donnerstag, dass seine Behörde die Behauptung von Supo über die Beteiligung von APT31 weiter prüfe. Er meinte, dass der Einbruch wahrscheinlich darauf abzielte, „Informationen zum Nutzen einer fremden Nation zu erlangen oder Finnland zu schaden.“ Finnland überrascht China beim Spionageversuch im nationalen Parlament?

Das Unternehmen FireEye, eine der weltweit größten Cybersicherheitsfirmen, und andere Datensicherheitsfirmen haben APT31 mit der chinesischen Regierung oder Operationen in deren Auftrag in Verbindung gebracht.

APT ist eine Abkürzung für „Advanced Persistent Threat“, ein allgemeiner Begriff, der einen Angriff beschreibt, bei dem ein Eindringling – oder Eindringlinge – eine illegale und meist langfristige Präsenz in einem Netzwerk etabliert, um hochsensible Daten zu erlangen.

Anfang dieses Monats sagte die Sicherheitsbehörde Supo, dass die Nachrichtendienste ausländischer Mächte ihre Cyberspionage-Operationen in Finnland während der COVID-19-Pandemie ausgebaut haben, indem sie entweder direkt auf finnische Organisationen losgingen oder finnische Infrastruktur nutzten.

Die Agentur hat zuvor China und Russland als die aktivsten Länder genannt, die Finnland ausspionieren.

Die Arktis ist ein Gebiet von besonderem Interesse für China in den nordischen Regionen.

Der finnische öffentlich-rechtliche Sender YLE berichtete Anfang März, dass das staatlich finanzierte Polarforschungsinstitut von China im Jahr 2018 versuchte, einen Flughafen in der Nähe der kleinen nördlichen Stadt Kemijarvi in der Region Lappland, Finnlands arktischer Region, für Forschungsflüge über den Nordpol und andere arktische Regionen zu kaufen oder zu pachten. Das finnische Militär blockierte jedoch den Deal aufgrund von Sicherheitsbedenken, da der Flughafen in der Nähe eines Militärgebiets liegt.

Das Parlament von Norwegen, Finnlands nordischem Nachbarn, wurde im vergangenen Jahr von einem Cyberangriff getroffen, der laut der nationalen Sicherheitsbehörde des Landes wahrscheinlich von der Hackergruppe APT28 durchgeführt wurde, die mit dem russischen Militärgeheimdienst GRU in Verbindung gebracht wird. Und nun? China bei Spionageversuche im finnischen Parlament erwischt?

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