Dänische Premierministerin stimmt für Ausweisung der Syrer

Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen hat gesagt, dass syrische Flüchtlinge aus der Gegend um Damaskus nach Hause zurückkehren sollen, weil Dänemark die Region als sicher eingestuft hat.

Hunderten von syrischen Flüchtlingen sollen in den kommenden Monaten die Aufenthaltsgenehmigungen entzogen werden. Am Dienstag erklärte die dänische Premierministerin Mette Frederiksen sie sei mit diesem Schritt einverstanden.

„Wenn Sie ein Flüchtling sind, dann deshalb, weil Sie ein Bedürfnis nach Schutz haben. Und wenn dieses Bedürfnis verschwindet, weil man nicht individuell verfolgt wird oder es keine allgemeinen Bedingungen gibt, die Schutz erfordern, dann muss man natürlich in das Land zurückkehren, aus dem man kommt“, sagte die dänische Premierministerin , berichtet Jyllands-Posten.

Sie fügte hinzu, dass Flüchtlinge, die in Dänemark Fähigkeiten erlernen konnten, diese beim Wiederaufbau ihres Heimatlandes einsetzen sollten, und sagte: „Das hätte von Anfang an die Grundlage der dänischen Flüchtlingspolitik sein sollen.“

Die Erklärung kommt zwei Monate nachdem die dänische Regierung angekündigt hatte, auch mit Migranten, die lange Zeit arbeitslos waren, über eine Rückkehr in ihre Heimat zu sprechen.

Fakten im globalen Umsiedlungspakt

Rund 8.900 Migranten zählen derzeit zu den Langzeitarbeitslosen in Dänemark. Das „engagierte Rückkehrgespräch“ wird für Migranten gelten, die länger als fünf Jahre in Dänemark gelebt haben und mindestens eineinhalb der letzten drei Jahre irgendeine Form von Sozialhilfe bezogen haben, hieß es in einer Pressemitteilung der dänischen Regierung im Februar.

„Wir müssen ehrlicher und direkter sein. Einige Einwanderer beziehen schon seit langer Zeit Sozialhilfe. Sie haben es nie geschafft, Teil der Gesellschaft zu werden. Vielleicht wäre es für alle besser, wenn sie in ihr eigenes Land zurückkehren würden“, sagte der dänische Minister für Immigration und Integration, Mattias Tesfaye.

„Ich freue mich daher, dass wir jetzt ein spezielles Rückkehrgespräch einführen, in dem wir über die Möglichkeit einer freiwilligen Heimreise mit finanzieller Unterstützung der dänischen Gesellschaft sprechen können“, sagte er und fügte hinzu: „Andererseits bestehen wir nicht darauf, alle Ausländer, die tatsächlich arbeiten und ihre Steuern zahlen, zu begleiten.“

Minister Tesfaye, der selbst einen Migrationshintergrund hat, hat sich in der Vergangenheit offen über Zusammenhänge zwischen Migration und Kriminalität geäußert und verteidigte im Dezember letzten Jahres die Studie zur außereuropäischen Migration in Bezug auf Kriminalität und Arbeitslosenquote.

„Ich denke, man muss stolz darauf sein, wer man ist und woher man kommt. Ich selbst bin halb Äthiopier und 100 Prozent Däne, und ich habe keine Angst davor, dass Menschen ihre Wurzeln kennen und stolz auf ihre Wurzeln sind. Aber wir als Entscheidungsträger müssen ehrliche Zahlen bekommen, die etwas über die Herausforderungen der Integration aussagen“, sagte er. Dänische Premierministerin: Syrer aus der Gegend von Damaskus sollten nach Hause zurückkehren.

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