Deutschland erwägt Auflösung des Spezialeinsatzkommandos KSK

Deutschland erwägt die Auflösung der Special Forces , nachdem entdeckt wurde, dass Mitglieder nationalistische Ansichten vertreten

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erwägt angeblich nach einer Reihe rechtsextremer Vorwürfe gegen die Angehörigen des Spezialeinsatzkommandos der Bundeswehr (KSK) eine massive Umstrukturierung zu einer Eliteeinheit der Bundeswehr. Wie der Verteidigungsausschuss des Bundestages mitteilte, soll mindestens eine Kompanie des aus 70 Soldaten bestehenden Verbandes aufgelöst werden.

Forderungen nach einer vollständigen Auflösung der Spezialkräfte der Bundeswehr wies Kramp-Karrenbauer mit der Begründung zurück, sie würden noch gebraucht. Das 1996 gebildete KSK ist eine spezialisierte Eliteeinheit zur Bewältigung von Geiselnahmen in fremden Kriegsgebieten, die es Deutschland ermöglichte, zu operieren, ohne bei der Entführung ihrer Staatsangehörigen auf die Hilfe anderer Länder zurückgreifen zu müssen.

Seit 2017 werde dem KSK jedoch eine Reihe von Vorwürfen wegen Rechtsextremismus gemacht, berichtet die Bildzeitung. In einem Fall soll ein Angehöriger der Einheit während einer Abschiedsfeier für einen Offizier, der die Einheit verlassen wollte, einen Hitlergruß ausgesprochen zu haben, und die Polizei in Sachsen habe später bei einem der Gäste ein Lager mit Waffen und Munition gefunden. Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hatte zuvor über rechtsextreme Sympathien innerhalb der Eliteeinheit berichtet und gesagt, die Wahrscheinlichkeit, dass die Mitglieder rechtsextremen Ideologien sympathisch gegenüber stehen, sei fünfmal höher als bei den regulären Angehörigen der Bundeswehr.

Der Bundeswehr wurde vorgeworfen, in der Vergangenheit nicht nur Soldaten mit rechtsextremen Sympathien ausgemerzt zu haben, sondern auch solche, die populistische Politik und Parteien wie die Alternative für Deutschland (AfD), die offizielle Oppositionspartei im Deutschen Bundestag, unterstützen. Erst vor wenigen Wochen wurde auch bekannt, dass es im KSK mehrere Mitglieder gibt, die islamisch-extremistischen Ideen sympathisch gegenüberstehen. Der MAD berichtete, er habe mindestens vier Mitglieder gefunden, die Anhänger radikal-islamischer Ideologie seien, von denen einer Anfang des Jahres entlassen wurde. Deutschland erwägt Auflösung des Spezialeinsatzkommandos KSK?

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