Bei einem massiven Anti-Terror-Schlag in drei Kantonen der Schweiz wurden elf mutmaßliche Dschihadisten festgenommen, darunter fünf Minderjährige.
Ahmadiyya Flagge, entworfen 1939.

Bei einem massiven Anti-Terror-Schlag in drei Kantonen der Schweiz wurden elf mutmaßliche Dschihadisten festgenommen, darunter fünf Minderjährige.

An den Dschihadisten Razzien der Bundesanwaltschaft, der Landesjugendministerien Winterthur und des Kantons Bern nahmen rund 100 Bundespolizisten sowie kantonale Polizisten aus Schaffhausen, Bern und Zürich teil. Berichtet 20Minuten.

Vier der festgenommenen Minderjährigen befanden sich in Zürich und waren zwischen 15 und 17 Jahre alt. Der andere, ebenfalls ein Teenager, wurde in Bern festgenommen. Alle minderjährigen Verdächtigen werden von den Jugendministerien in Bern und Winterthur vor Gericht gestellt, während das MPC die Erwachsenen strafrechtlich verfolgen wird.

Alle elf Verdächtigen gelten als Anhänger des islamischen Staates oder der Al-Qaida und werden wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung angeklagt.

Einer der Verdächtigen, ein 21-jähriger Schweizer, war 2014 nach Syrien gereist und ein Jahr später in die Schweiz zurückgekehrt. Im Februar wurde er für schuldig befunden, das von einer Terrororganisation kontrollierte Territorium betreten zu haben. Er wurde zu elf Monaten Gefängnis verurteilt, verbreitete jedoch weiterhin Propaganda für den Islamischen Staat.

Laut einem Bericht des Confederation Intelligence Service (SRC), der im Mai veröffentlicht wurde, besteht für rund 66 Personen ein ernstes Risiko, an terroristischen Aktivitäten in der Schweiz teilzunehmen.

Winterthur, eines der Gebiete, in denen einige Verdächtige festgenommen wurden, ist seit Jahren als Brennpunkt des islamischen Extremismus bekannt. Im Jahr 2015 soll in der berüchtigten An’Nur-Moschee eine islamische Staatszelle eingerichtet worden sein , in der vier Personen, die mit der Moschee in Verbindung stehen, nach Syrien gereist sind.

Ein Jahr später wurde ein mit der Moschee verbundener Imam verhaftet, nachdem er beschuldigt worden war, während seiner Predigten Gewalt gegen Nichtmuslime angestiftet zu haben. Die Polizei sagte, der ursprünglich aus Äthiopien stammende Imam habe die Anhänger aufgefordert, Muslime, die sich weigerten, am Gebet teilzunehmen, anzuprangern und zu ermorden.

Was bedeutet Dschihad?

Das Wort „Dschihad“ wird von westlichen Politikern und Medien weit verbreitet, wenn auch häufig ungenau.

Auf Arabisch bedeutet das Wort „Anstrengung“ oder „Kampf“. Im Islam kann es sich um den internen Kampf eines Einzelnen gegen niederträchtige Instinkte, den Kampf um den Aufbau einer guten muslimischen Gesellschaft oder einen Krieg für den Glauben gegen Ungläubige handeln.

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