Frankreich und Großbritannien richten Geheimdienst-Einheit zur Eindämmung des Migrantenschmuggels im Ärmelkanal ein

Die Coronavirus-Pandemie in Frankreich und Großbritannien hat den Migrantenschmuggel, im Ärmelkanal, nicht aufgehalten. 

Großbritannien und Frankreich haben vereinbart, eine Arbeitsgruppe einzurichten, um Informationen auszutauschen und gegen Menschen vorzugehen, die illegal Migranten über den Ärmelkanal schmuggeln.

Die britische Innenministerin Priti Patel und der neue französische Innenminister Gerald Darmanin diskutierten am Sonntag in Paris darüber, wie ihre Regierungen illegale Überfahrten eindämmen könnten.

Es war das erste internationale Treffen von Gerald Darmanin in seiner neuen Rolle als Innenminister.

Die beiden Minister bekräftigten ihre Entschlossenheit, die illegalen Überfahrten zu stoppen und die dahinter stehenden kriminellen Banden vor Gericht zu bringen.

Die Geheimdienst-Einheit wird nachrichtendienstliche Erkenntnisse sammeln, zentralisieren und analysieren und mit französischen und britischen Beamten besetzt sein.

Sie wird sich in die bereits bestehenden Teams einbringen, die an der Beendigung der illegalen Überfahrten arbeiten.

„Ich war heute in Frankreich und habe aus erster Hand gesehen, welch bedeutende Arbeit auf dieser Seite des Ärmelkanals geleistet wird, um die unannehmbar hohe Zahl kleiner Boote neben den Bemühungen der Border Force und der National Crime Agency im Vereinigten Königreich zu bekämpfen“, sagte Frau Patel.

„Aber trotz aller bisherigen Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden – Abfangen der Boote, Verhaftungen, Rückführung von Personen nach Frankreich und Inhaftierung der verantwortlichen Kriminellen – nimmt die Zahl der Ärmelkanal-Migranten weiter zu.

„So kann es einfach nicht weitergehen“

Innenministerin Patel und Innenminister Darmanin bekräftigten ihre Zusage, die Boote im Ärmelkanal nach Frankreich zurückzubringen, anstatt ihnen zu erlauben, das Vereinigte Königreich zu erreichen.

Frankreich und Großbritannien meinten, Ärmelkanal-Migranten sollten ihr Leben nicht riskieren, um Großbritannien zu erreichen, da Frankreich ein „sicheres Land“ mit einem gut funktionierenden Asylsystem sei.

Trotz der Coronavirus-Pandemie sehen Grenzbeamte weiterhin regelmäßig Migranten an der britischen Küste eintreffen.

Am 22. Juni fingen Beamte 28 Ärmelkanal-Migranten vor der Küste von Dover im Südosten Englands ab. Sie kamen aus Syrien, Kuwait, Irak, Äthiopien und dem Sudan.

Im Mai sprach Innenministerin Patel mit dem ehemaligen französischen Innenminister Christophe Castaner.

Die beiden kamen überein, die Zahl der Grenzbeamten mit angemessener Ausrüstung an der französischen Küste mit britischer finanzieller Unterstützung zu erhöhen.

Im Jahr 2019 nahm die britische Einwanderungsbehörde 418 Verhaftungen vor, die zu 203 Verurteilungen führten. Davon entfielen 259 Festnahmen und 101 Verurteilungen auf Menschenschmuggel. Frankreich und Großbritannien richten Geheimdienst-Einheit zur Eindämmung des Migrantenschmuggels über den Ärmelkanal ein?

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