Für den Export untauglich: Rinder nach zwei Monaten auf See müssen getötet werden

MADRID – Fast 900 Rinder, die seit zwei Monaten auf einem Schiff im Mittelmeer unterwegs sind, werden nach Angaben der spanischen Behörden getötet, nachdem sie von Tierärzten als für den Export untauglich eingestuft wurden.

Am 18. Dezember stachen insgesamt 895 Rinder vom spanischen Hafen Cartagena aus in See. Das unter dem Namen Karim Allah fahrende Frachtschiff war für den Transport in Richtung Türkei bestimmt. Die türkischen Hafenbehörden weigerten sich jedoch, die Tiere von Bord gehen zu lassen, angeblich aufgrund von Verdachtsmomenten bezüglich ihrer Gesundheit. Für den Import untauglich?

Nach einem zweiten gescheiterten Versuch, die Rinder in Libyen zu entladen, kehrte das Schiff wieder nach Cartagena zurück, wo es auf Anweisung der spanischen Behörden am Donnerstag anlegte. Für den Export untauglich?

Nach einer Begutachtung durch Amtstierärzte sagte Spaniens Landwirtschaftsminister, dass die Tiere geopfert werden sollten. Die Veterinäre urteilten, dass die Tiere weder für den Transport in ein anderes Land noch für die Rückkehr nach Spanien geeignet seien.

Das Ministerium teilte mit, dass die Rinder Spanien mit den entsprechenden Gesundheitsgenehmigungen verlassen haben.

Tierschutzgruppen haben die Hinrichtung der Rinder angeprangert.

„Dies ist ein weiterer Weckruf, den Export von Lebendvieh dringend zu beenden“, meinte die Tierschutzorganisation The Eurogroup for Animals.

Ich hoffe, dass andere Nationen sehen, was die Türkei mit diesem Rindergeschäft gemacht hat. Vielleicht waren sie ungeeignet, aber wer weiß das schon. Die Politik wird diese Geschichte überschreiben.

Wo liegt der Nutzen bei seekranken Rindern? Abgesehen davon, dass sie dem europäischen Tierschutz einen weiteren Vorwurf machen. Für den Export untauglich: Rinder nach zwei Monaten auf See müssen getötet werden?