Gewaltnacht in Bordeaux: Sieben Messerstechereien in zwei Stunden

Sieben Menschen wurden am Mittwochabend im Zentrum der französischen Stadt Bordeaux erstochen. Nach Angaben der Polizei wurden fünf der Opfer schwer verletzt.

Die Angriffe in der Gewaltnacht in Bordeaux fanden alle innerhalb von nur zwei Stunden statt, zwischen 23.30 Uhr und 1.30 Uhr am Donnerstag, aber bisher hat die Polizei noch nicht angegeben, ob die Angriffe miteinander in Verbindung stehen oder nicht.

Gewaltnacht in Bordeaux?

Bei dem ersten Angriff wurde um 23.30 Uhr auf dem Place Meynard ein 25 Jahre alter Mann erstochen. Er wurde rasch in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo er wegen seiner Verletzungen behandelt wurde und sich angeblich in einem ernsten Zustand befand.

Nur eine halbe Stunde später wurde ein weiterer 25-Jähriger kurz nach dem ersten Angriff erstochen. Wenige Minuten später wurde ein 27-jähriger Mann auf der Place Jean-Jaurès erstochen, berichtet Le Parisien.

Während alle sieben Messerstechereien im Umkreis von nur wenigen Kilometern stattfanden, haben die Ermittler eine mögliche Verbindung zwischen den beiden Anschlägen ausgemacht. Sie waren nicht in der Lage, sofort Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen zu verhaften.

Die Anschläge ereigneten sich nur wenige Monate nach einer Messerstecherei in Romans-sur-Isère, bei der zwei Menschen getötet und viele andere verletzt wurden, als ein sudanesischer Migrant wahllos Passanten angriff, während er „Allah hu Akbar“ schrie.

Messerstechereien sind in Europa zu einer häufigeren Form von Terroranschlägen geworden, aber die Anschläge kommen auch, weil die Spannungen zwischen rivalisierenden kriminellen Banden in ganz Frankreich in den letzten Wochen zugenommen haben.

In der Stadt Dijon kam es Anfang dieses Monats mehrere Tage lang zu Zusammenstößen zwischen Mitgliedern der tschetschenischen und der nordafrikanischen Gemeinschaft, nachdem der tschetschenische Jugendliche, der den Nordafrikanern zugeschrieben wurde, brutal angegriffen worden war.

Die Gewalt ließ schließlich nach, wurde aber zu einer nationalen Nachrichtensendung, wobei Präsident Emmanuel Macron versprach, alle Migranten, die an der mehrtägigen Gewalt beteiligt waren, abzuschieben.

Zufällige Gewalttaten sind auch in Frankreich ein Problem, wobei einige Schätzungen zufolge täglich bis zu 777 zufällige Gewalttaten oder „Gewalttaten ohne Honorar“ verübt werden. Ein Beispiel: Ein Stichanschlag in Paris im Jahr 2018, bei dem sechs Menschen verletzt wurden, wurde als rein zufällig motiviert beschrieben. Gewaltnacht in Bordeaux: Sieben Messerstechereien in zwei Stunden?

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