Vier türkischstämmige Männer, darunter ein Imam, wurden wegen Rekrutierung für den Islamischen Staat in Graz, der Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Steiermark, verurteilt.

Ein 47-jähriger Imam aus der Türkei wurde zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt, weil er „eine Reihe junger Männer“ für den Beitritt zum IS rekrutiert hatte, berichtet die Jerusalem Post . Drei weitere Männer wurden zu Strafen zwischen fünf Monaten und sechs Jahren für ihre Rolle bei der Anwerbung verurteilt.

Der Staatsanwalt in diesen Fall befürwortet eine strenge Bestrafung der verurteilten Islamisten. „Islamisten sind islamische Nazis“: Mit diesen Worten brachte der Staatsanwalt beim Prozess gegen sechs mutmaßliche Dschihadisten in Graz seine Ausführungen auf den Punkt. Er führte aus, dass es Ziel der Angeklagten sei, die Scharia einzuführen. „Der Islamismus verdrängt den Rechtsstaat, wenn wir nicht aufpassen“, berichtet die Kronen Zeitung.

Er fuhr fort: „Wir müssen mit falscher Toleranz aufhören“ und „Der Islamismus ersetzt die Rechtsstaatlichkeit, wenn wir nicht aufpassen“.

Einer der Verurteilten hatte seinem Bruder, einem Scharfschützen des islamischen Staates, ein AK47-Zielfernrohr aus Österreich geschickt. Der Anwalt des Mannes sagte, es sei ein „Fehler“, und behauptete, er wisse nicht, wofür sein Bruder ihn brauche.

Der Staatsanwalt hatte daraufhin bemerkt: „Er wird es nicht als Briefbeschwerer benutzt haben.“

Die Österreicher sind zunehmend besorgt über das Thema Islam in ihrem Land. Eine aktuelle Studie ergab, dass 70 Prozent der Österreicher der Meinung sind, dass der Islam nicht mit dem Westen vereinbar ist. Die Studie ergab auch, dass 59 Prozent Angst vor Muslimen in Österreich als Terroristen hatten und 79 Prozent der Ansicht waren, dass die Polizei die muslimischen Gebiete des Landes genau überwachen sollte.

Zu Beginn dieses Jahres eine österreichische Intelligenz Bericht festgestellt, dass der islamische Extremismus immer noch die Top-Bedrohung für die Sicherheit des Landes war. Der Bericht ergab, dass mindestens 320 Menschen aus Österreich nach Syrien oder in den Irak gereist waren, um für islamistische Terrorgruppen zu kämpfen, von denen 93 nach Österreich zurückgekehrt sein sollen.