Italien: Alarmierender Anstieg von Selbstmordversuchen unter Jugendlichen

Die Kehrseite der staatlich verordneten Zwangsmaßnahmen!

ROM – Italien hat einen deutlichen Anstieg von Selbstmordversuchen bei Kindern und Jugendlichen während der Coronavirus-Krise erlebt, mit einem Mangel an Schul- und Sportaktivitäten verbunden, berichten lokale Medien am Dienstag.

Krankenhauseinweisungen von Kindern wegen Selbstverletzung und Selbstmordversuchen haben seit Oktober um 30 Prozent zugenommen und wiederholten damit einen ähnlichen Anstieg wie im letzten Frühjahr während der ersten Welle des Coronavirus, so Dr. Stefano Vicari, Leiter der komplexen Operationseinheit für Neuropsychiatrie von Kindern und Jugendlichen des römischen Kinderkrankenhauses Bambino Gesù.

Anstieg von Selbstmordversuchen

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2011 hatte das Bambino Gesù Krankenhaus nur 12 Fälle von hospitalisierten Jugendlichen wegen Selbstverletzungen und Selbstmordversuchen, so Dr. Vicari, „während wir im Jahr 2020 über 300 Suizidversuche hatten, also fast einen pro Tag.“

In ähnlicher Weise stiegen in der Abteilung für Kinderneuropsychiatrie des Krankenhauses Regina Margherita in Turin die Einweisungen wegen Selbstmordversuchen im Dezember von nur 7 im Jahr 2009 auf 35 im Jahr 2020, und während 2009 nur 10 Prozent der in der psychiatrischen Tagesklinik aufgenommenen Patienten Selbstmordgedanken hatten, waren es 2020 ganze 80 Prozent der Patienten.

Zu den Fällen, die in Italien während der Pandemie gemeldet wurden, gehörten Selbstaufschlitzungen (Unterarme, Oberschenkel, Bauch), junge Menschen, die sich aus dem Fenster stürzten, Handgreiflichkeiten, Schüsse und Überdosen von im Haus gefundenen Medikamenten.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (W.H.O.) rangiert der Selbstmord an zweiter Stelle der Todesursachen in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen, ein Phänomen, das sich bei den Italienern wiederholt. Von den 4.000 Selbstmorden, die jährlich in Italien registriert werden, werden mehr als 5 Prozent von Jugendlichen unter 24 Jahren begangen, so die Daten des italienischen Nationalen Instituts für Statistik (ISTAT).

Depressionen enden in Selbstmord

Dr. Vicari meinte, dass die Coronavirus-Pandemie die direkte Ursache für die Zunahme von Selbstverletzungen und Selbstmordversuchen ist, sowie eine Zunahme von psychischen Störungen bei Jugendlichen und Kindern mit Reizbarkeit, Angstzuständen und Schlafstörungen“ provoziert.

„All dies ist absolut mit der Zeit der Gefangenschaft verbunden“, sagte Vicari. „Heranwachsende erleben diese Zeit mit großer Besorgnis, und deshalb wirkt sich das besonders stark auf ihre Lebensqualität aus.“

„Die Isolation gefährdet ihre psychische Gesundheit erheblich. Wir verweigern den Kindern ein affektives Element, das für das Erwachsenwerden unerlässlich ist“, sagte er. „Ich beginne mich zu fragen, womit wir es zu tun haben werden, wenn dieser ganze Notfall vorbei ist. Es wird für eine lange Zeit einen Fallout geben.“

Die langfristigen Auswirkungen der Lockdowns auf die Psyche der Kinder müssen noch ermittelt werden, bemerkte Vicari.

Da junge Menschen immer mehr im Haus und in ihren Zimmern eingeschlossen sind und stundenlang Videospiele ohne jeglichen sozialen Kontakt spielen, beschränkt sich ihr Leben und ihre Beziehungen zunehmend auf Tablets oder technologische Hilfsmittel, beobachtete er.

„Nach der Pandemie wird es sehr schwierig sein, sie aus dem Haus zu bekommen“, warnte Vicari. „Das ist der Ort, an dem sie Sicherheit finden. Dort verstärkt sich das Symptom der sozialen Phobie, die oft von mehr oder weniger akuten Formen der Depression begleitet wird.“ Italien: Alarmierender Anstieg von Selbstmordversuchen unter Jugendlichen, die Kehrseite der staatlich verordneten Zwangsmaßnahmen!

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