Die deutsche Stadt Leipzig hat der Öffentlichkeit 100.000 Euro Kopfgeld geboten, um gewalttätige linke Antifa-Extremisten nach einer Welle von Angriffen in der Stadt eindeutig zu identifizieren.

Das sächsische Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft der Stadt Leipzig kündigten diese Woche 100.000 Kopfgeld zur Identifizierung der gewalttätigen Antifa an. Das LKA gab an, dass diese Belohnung nur für Privatpersonen und nicht für Strafverfolgungsbehörden bestimmt sei, berichtet Bild.
Das Antifa-Kopfgeld ist der höchste Betrag, der der Öffentlichkeit seit der Herrschaft des Terrors und der Morde der linksextremistischen Roten Armee Fraktion (RAF), auch bekannt als Baader-Meinhof-Bande, in den 1970er, 80er und 90er Jahren angeboten wurde.
Die deutsche Stadt Leipzig bittet Zeugen, die die Identität der Linksextremisten kennen, Personen, die verdächtige Fahrzeuge im Bereich der linksextremen Anschläge gesehen haben könnten, und Personen mit anderen Informationen, sich für eine mögliche Belohnung zu melden.
Das Antifa-Kopfgeld kommt nach mehreren Anschlägen von linksextremen Antifa-Extremisten in der Stadt auf Baustellen, darunter ein Brandanschlag auf ein Luxus-Wohnungsprojekt, bei dem ein Schaden von rund 10 Millionen Euro entstanden ist. Antifa-Extremisten sollen auch dafür verantwortlich sein, in die Wohnung einer Mitarbeiterin einer Immobilienfirma eingebrochen zu sein, die mit dem Bauprojekt in Verbindung steht, und sie in ihrem eigenen Haus brutal zu schlagen. Auch in den Städten Bautzen und Rodewisch haben Behörden auch ein Kopfgeld in Höhe von insgesamt 12.500 Euro für Hinweise zu ähnlichen Brandanschlägen auf Baufirmen angeboten.
Die Region Sachsen kündigte diese Woche die Bildung einer Sonderkommission für Linksextremismus (Soko LinX) an, um den Anstieg linker Angriffe zu bekämpfen, von denen es in diesem Jahr 305 gab – gegenüber 222 im Jahr 2018. Auch in der deutschen Hauptstadt Berlin richtete sich die Antifa-Gewalt am vergangenen Wochenende gegen die Polizei, als Extremisten bei einem Protest gegen die Räumung linker Aktivisten aus illegalen Hausbesetzungen in Wohnungen in der Stadt Pflastersteine und andere Geschosse auf Beamte warfen. Mehrere Polizisten wurden dabei verletzt.