LGBT-Aktivist wegen Vergewaltigung männlicher Asylbewerber angeklagt

Sexuell missbraucht durch NGO

Ein ehemaliger LGBT-Aktivist der Stockholmer Niederlassung der schwedischen Föderation für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Queer und Intersex-Rechte (RFSL) wurde wegen des Vorwurfes angeklagt, er habe männliche Asylbewerber vergewaltigt.

Die Staatsanwaltschaft behauptet, der ehemalige LGBT-Aktivist habe 2019 mehrere Asylbewerber im Alter von 26 bis 28 Jahren zu sexuellen Handlungen gezwungen. Er sieht sich derzeit sechs Anklagen wegen Vergewaltigung und zwei Anklagen wegen sexueller Nötigung gegenüber.

Staatsanwältin Paulina Pilati von der Stockholmer Staatsanwaltschaft erklärte, der ehemalige LGBT-Aktivist habe die Verletzlichkeit der Asylbewerber ausgenutzt, die zu ihm kamen, um Ratschläge zu erhalten, wie sie im Land bleiben und die Abschiebung vermeiden können, berichtet der Sender SVT.

Schutz und Missbrauch?

„Sie haben den ehemalige LGBT-Aktivist um Hilfe und Rat in ihrem Asylverfahren oder in ihrem Recht, in Schweden zu bleiben, gebeten. Die Schlüsselfrage bei der gerichtlichen Untersuchung ist, ob sich die Männer in einer besonders gefährdeten Situation befunden haben, was ich denke, dass sie es waren“, sagte Pilati.

„Sie haben verstanden, dass sie Sex mit ihm haben müssen, um Hilfe zu bekommen, um in Schweden zu bleiben. Die Kläger haben das nicht freiwillig gemacht“, fügte der Staatsanwalt hinzu.

Letzten Monat gab der Stockholmer Zweig des RFSL zu, dass sie von den Vorwürfen der Vergewaltigung und des sexuellen Übergriffs seit Monaten wussten, bevor die Geschehnisse bei der Polizei gemeldet wurden.

Jacob Tardell, Vorsitzender des RFSL Stockholm, behauptete, dass keine Strafanzeige erstattet wurde, weil das Opfer, ein illegaler Migrant, den Missbrauch durch einen LGBT-Aktivist zu diesem Zeitpunkt nicht anzeigen wollte.

Der vorliegende sexuelle Übergriff ist nur der jüngste derartige Missbrauchsfall, bei dem ein Aktivist oder Freiwilliger, der Migranten hilft, des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird.

Laut einem Bericht des Ausschusses für internationale Entwicklung des britischen Unterhauses aus dem Jahr 2018 ist sexueller Missbrauch im gesamten internationalen Hilfssektor „endemisch“ und beschuldigte wohltätige Nichtregierungsorganisationen, das Problem zu ignorieren, vertuschen oder daran beteiligt zu sein.

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