Libyen stoppt Schlauchboote voller Afrikaner in Richtung Europa

Invasionsboote abgewehrt

Die libysche Küstenwache hat nach eigenen Angaben Schiffe in Richtung Europa abgefangen, die fast 200 Migranten, darunter auch Frauen, vor der Mittelmeerküste des Landes beförderten.

Sprecher Ayoub Gassim sagte am Samstag, dass in den vergangenen Tagen fünf Schlauchboote voller Afrikaner in Richtung Europa gestoppt. Er sagt, die Küstenwache habe am Mittwoch 39 Migranten in zwei Booten abgefangen, ein weiteres Boot mit 17 Migranten am Donnerstag und zwei weitere mit 143 Migranten am Freitag. Auf den Schiffen in Richtung Europa waren 199 Migranten in der Nähe der Hauptstadt Tripolis abgefangen worden,  so der Sprecher Ayoub Gassim. Alle waren Afrikaner, außer acht aus Bangladesch. Die Schlauchboote voller Afrikaner in Richtung Europa erhielten humanitäre und medizinische Hilfe und wurden dann in Flüchtlingslager in Tripolis gebracht.
Nach dem von der NATO unterstützten Aufstand von 2011, bei dem der langjährige Herrscher Moammar Gaddafi gestürzt und getötet wurde, wurde Libyen zu einem wichtigen Zufluchtsort für afrikanische Migranten und Flüchtlinge, die nach Europa flohen.
Die libyschen Behörden haben ihre Bemühungen zur Eindämmung des Migrationsstroms mit europäischer Hilfe verstärkt.
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