ANN Umvolkungsaktivistennews: Libysche Küstenwache fängt Migrantenboot ab, und bringt 53 nach Afrika

Die libysche Küstenwache teilte am Montag mit, sie habe Dutzende  Migranten vor der Mittelmeerküste des Landes abgefangen und nach Afrika gebracht.

Ein Schlauchboot mit 53 afrikanischen Migranten, darunter 14 Frauen und zwei Kinder, wurde vor der libyschen Weststadt Abu-Kemmash, etwa 25 Kilometer von Tunesien entfernt, angehalten, sagte der Sprecher der Küstenwache, Ayoub Gassim.

Die Migranten seien am späten Sonntag an Land zurückgekehrt und in ein Internierungslager in der Hauptstadt Tripolis gebracht worden, fügte die libysche Küstenwache hinzu.

Libyen hat sich zu einem wichtigen Transitland für Migranten entwickelt, die vor Krieg und Armut nach Europa fliehen. In den letzten Jahren hat sich die EU mit der libyschen Küstenwache und anderen lokalen Gruppen zusammengetan, um die gefährlichen Überfahrten einzudämmen.

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen sind Migranten aufgrund dieser Richtlinien bewaffneten Gruppen ausgeliefert oder werden in ärmlichen Haftanstalten häufig misshandelt.

Die international anerkannte Regierung al Sarradsch hier in Tripolis hat keine eigenen Sicherheitskräfte. Die, die hier für Recht und Ordnung sorgen sollen, sind Milizen. Viele davon waren früher im Drogen-, Waffen- und Menschenschmuggel aktiv. Jetzt sollen sie die Flucht nach Europa unterbinden. Die libysche Küstenwache soll Flüchtlinge vor der Küste abfangen und wieder zurück nach Libyen bringen.

Die humanitäre Hilfsgruppe Sea-Eye berichtete, dass Bewaffnete auf libyschen Schnellbooten die Besatzung ihres Rettungsschiffs Alan Kurdi und die am Samstag geretteten Migranten mit Schüssen in Luft und Wasser bedroht hätten.

Der Sprecher der Gruppe, Gorden Isler, erklärte gegenüber The Associated Press, dass der Vorfall die Rettungsmannschaft schockiert habe, dass es ihnen jedoch gelungen sei, alle rund 90 Migranten an Bord zu bringen.

Die Bewaffneten auf den Schnellbooten feuerten „Warnschüsse“ ab und richteten Waffen auf die Retter und Migranten, von denen einige ins Wasser gesprungen waren, bevor sie losfuhren.

Das Schiff fuhr später nach Norden in Richtung Europa, fügte Islaer hinzu.

Fast unbemerkt von der Weltöffentlichkeit spielt sich in Libyen derzeit ein Drama ab: Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht, kommen durch die Wüste und wollen über das Mittelmeer gen Westen

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Beitragsbild: Screenshot YouTube 

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