Migranten auf dem Seeweg zu den Kanarischen Inseln vermisst

ARGUINEGUIN, Spanien (AP) – Fünf weitere Migranten sind bei dem Versuch, die südlichen Kanarischen Inseln von Westafrika aus zu erreichen, ums Leben gekommen.

Damit steigt die Zahl derer, die diese Woche bei dem Versuch, gefährliche Migrationsrouten nach Europa zu navigieren, ums Leben gekommen sind, auf 20, sagten spanische Behörden am Freitag.

In Spanien stationierte Seenotretter und Polizeipatrouillen nahmen innerhalb von 48 Stunden insgesamt 141 Migranten im Mittelmeer und Atlantik auf, teilte der offizielle Seenotrettungsdienst des Landes mit.

Zu den Rettungsaktionen gehörte ein Holzboot etwa 110 Meilen südlich des Kanarischen Archipels mit 12 Überlebenden an Bord und vier Leichen. Zwei der Überlebenden wurden mit dem Hubschrauber evakuiert und einer von ihnen starb später im Krankenhaus, wie die Delegation der spanischen Regierung auf den Inseln mitteilte.

Die Leichen von 15 weiteren Migranten, die Anfang der Woche in einem anderen Boot tot aufgefunden wurden, von denen einige im Meerwasser schwammen, das ihr Schiff aufgenommen hatte, wurden am Donnerstag auf die Kanarischen Inseln transportiert.

Ein Flugzeug entdeckte das Boot, als es nach einem vermissten Boot suchte, das am 15. August mit etwa 40 Personen Mauretanien verlassen hatte. Es bleibt unklar, ob es sich bei dem gefundenen Boot um das als vermisst gemeldete Boot handelt.

Die Route von Westafrika zu den spanischen Inseln im Atlantischen Ozean ist bekanntermaßen gefährlich, aber in letzter Zeit hat sie zunehmend Migranten angezogen, die die europäischen Küsten erreichen wollen, da die Behörden hart gegen Migrantenboote vorgegangen sind, die auf Mittelmeerrouten unterwegs waren.

Ohne die jüngsten neuen Todesfälle, die am Donnerstag und Freitag gemeldet wurden, mitzuzählen, sind seit Anfang des Jahres mindestens 190 Migranten bei dem Versuch, die Kanarischen Inseln zu erreichen, ums Leben gekommen, wie aus dem Projekt der UN-Migrationsagentur Missing Migrants hervorgeht.

Im Jahr 2020 sind bisher mehr als 3.500 Migranten auf dem Archipel angekommen, fünfmal so viele wie im Jahr 2019, so die vom spanischen Innenministerium geführte Bilanz. Auf dem Weg nach Spanien über das Mittelmeer ist die Zahl der Ankünfte im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent zurückgegangen, mit bisher etwa 10.000 Ankünften. Migranten auf dem Seeweg zu den Kanarischen Inseln vermisst?

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