Asylunionsnachrichten Italien: Migrantentransportboootführerin Rackete in Lambdusa festgenommen

Ideologie siegt über Gesetze

Sea-Watch-Migrantentransportboootführerin Rackete wurde nach erzwungener Einfahrt im Hafen von Lambdusa festgenommen, teilt Sea-Watch mit.

Das Sea-Watch 3-Wohltätigkeitsschiff mit Dutzenden von Migranten, die vor Libyen abgeholt wurden, drang am Freitagabend nach einer langen Pause in den italienischen Hafen von Lampedusa ein. Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer teilte AFP mit, dass die 31-jährige deutsche Migrantentransportboootführerin Carola Rackete festgenommen wurde und die 40 Migranten nach dem Andocken des Schiffes noch an Bord waren.
Rackete wurde von der Polizei gefesselt, weil er sich geweigert hatte, einem Militärschiff zu gehorchen, nachdem er das Schiff ohne Erlaubnis in den Hafen gebracht hatte.
Das Schiff legte trotz der größten Anstrengungen eines Küstenwachbootes an. Die Küstenwache mit ihren Torpedoschnellboot fuhr zwischen den Migranten Transporter hin und her um das Sea-Watch-Migranten Transportschiff daran zu hindern am Pier festzumachen.
Laut Quellen italienischen Innenministeriums, angeführt von Matteo Salvini, sagen, das italienische Innenministerium erwartet genaue Garantien und’Zahlen, Fristen und Mittel‘ für die Umverteilung der afrikanischen Migranten, bevor er erlaube, dass die afrikanischen Einwanderer oder Klima Migranten von Bord gehen dürfen.

Sea-Watch-Migrantentransportboootführerin Rackete sagt

‚Obwohl die Staatsanwaltschaft am Nachmittag ein Ermittlungsverfahren gegen mich eingeleitet hat, haben sie uns gleichzeitig mitgeteilt, dass sie nicht helfen werden, die Geretteten vom Schiff zu holen‘, sagte Sea-Watch-Migrantentransportboootführerin Rackete in einer Video-Erklärung auf Twitter. ‚Ich habe beschlossen, den Hafen, der nachts Aus freien Stücken und auf eigene Verantwortung zu betreten‘, fügte sie hinzu. Rackete hatte zuvor gewarnt, sie sei besorgt über den psychischen Zustand derer, die aus dem von der Krise heimgesuchten Libyen gerettet wurden.

Italien heißt Afrika willkommen

Das Schiff und sein Kapitän wurden von einer Gruppe von Anhängern, die auf dem Pier auf Lampedusa standen, mit Beifall empfangen. ‚Es ist fast 60 Stunden her, seit wir den Ausnahmezustand ausgerufen haben. Niemand hörte zu. Niemand übernahm die Verantwortung. Es liegt wieder an uns, Cpt. CarolaRackete und ihre Crew, um die 40 Menschen in Sicherheit zu bringen“, sagte die Wohltätigkeitsorganisation auf Twitter.
Da Italien die Einfahrt in den Hafen einschränkt, steckt die unter niederländischer Flagge fahrende Sea-Watch 3 während einer Hitzewelle im Mittelmeer fest, seit sie am 12. Juni 53 Migranten auf einem Schlauchboot vor der Küste Libyens festnimmt. Die am stärksten gefährdeten Personen an Bord wurden evakuiert, aber Salvini bestand darauf, dass der Rest unerwünscht sei. Am Mittwoch, nach mehr als zwei Wochen auf See und als die Gemüter auf dem kleinen Boot zerrissen waren, entschied Rackete, dass sie keine andere Wahl hatte, als illegal in italienische Gewässer einzureisen, um die verbleibenden Migranten in Sicherheit zu bringen.

Sea-Watch-Migrantentransportboootführerin Rackete wurde nach erzwungener Einfahrt im Hafen von Lambdusa festgenommen, teilt Sea-Watch mit.
Quelle: GEFIRA

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