Nigerianische Drogendealer rekrutieren in Roms Asylantenheimen

Organisiertes Verbrechen

Nigerianische Drogenhändler haben ihren Einfluss in der italienischen Hauptstadt verstärkt, nachdem sie Migranten in Roms Asylantenheimen als Drogenkuriere rekrutiert haben.

Eine von den italienischen Behörden und der regionalen Anti-Mafia-Behörde eingeleitete Untersuchung hat die Aktivitäten sowohl der nigerianischen als auch der albanischen Drogenbande in Rom offengelegt. Die Ermittlungen führten kürzlich auch zur Verhaftung von 55 Personen, darunter 27 Albaner und 23 Nigerianer. Nigerianische Drogendealer rekrutieren in Roms Asylantenheimen?

Einem Bericht der Zeitung Il Giornale zufolge hatten nigerianische und albanische Bandenmitglieder von April 2018 bis April des darauffolgenden Jahres die Stadt mit Drogen, insbesondere Marihuana, überschwemmt, wobei die Ermittler in diesem Zeitraum Rauschgift im Wert von 2,9 Millionen Euro beschlagnahmten.

Die Ermittler fanden heraus, dass die Nigerianer Asylantenheime als Rekrutierungsbasis für Drogenkuriere nutzten und dass die meisten Kuriere den Status eines politischen Flüchtlings hatten. Die Nigerianer operierten hauptsächlich in mehreren Vierteln im Süden der Stadt.

Drogenhandel und Prostitution

Einer der Bosse der Drogenbande soll sogar in einem Aufnahmezentrum für Migranten in der Via Della Riserva Nuova gewohnt haben, wo einige der Kuriere rekrutiert worden sein sollen.

Anwohner hatten bereits im vergangenen Sommer berichtet, dass die Gegend um das Aufnahmezentrum als Drehscheibe für den Drogenhandel genutzt wurde. Sie erzählten Il Giornale, dass die Migranten einen örtlichen Park besetzten, in dem sie Drogen verkauften.

Die Drogen, die von den Nigerianern verkauft wurden, kamen ursprünglich aus der Stadt Vlorë in Albanien und wurden in großen Mengen vakuumverpackt geliefert. Die Drogen wurden dann in Italien und anderen Teilen Europas verkauft, wo die Organisation ihre Verbindungen hatte.

Das Wachstum nigerianischer Migrantenbanden war in den letzten Jahren auch in anderen Regionen Italiens ein bedeutendes Thema.

In dem ehemaligen Badeort Castel Volturno nördlich von Neapel soll die Stadt weitgehend von nigerianischen Migrantengangs übernommen worden sein.  Die dort einen regen Handel mit Drogen betreiben und ihnen wird auch das untererhalten der afrikanischen Prostitutionsringe zugeschrieben. Rahmen gefasst kann man also meinen das politische Flüchtlinge um und in Roms Asylantenheimen die zukünftigen europaweit operierenden Drogendealer rekrutiert.

Ähnliche Beiträge

Asylunionsnachrichten Italien: Nigerianische Mafia zwingt Mädchen ab zwölf Jahren zur Prostitution
Rat der Scharia in Nigeria: „Christliche Geistliche“ haben Proteste islamfeindlich gemacht
Rom: Brandanschläge – Revierkrieg zwischen schwulen Migranten
Straftäter entkommt der Deportation, angeblich bisexuell