Österreich macht den ersten Spatenstich zum Holocaust-Mahnmal in Wien

Österreich hat am Montag den ersten Spatenstich für ein neues Holocaust-Mahnmal in Wien für die in der NS-Zeit getöteten 65.000 Juden gemacht.

Das „Holocaust-Mahnmal in Wien für die jüdischen Kinder, Frauen und Männer Österreichs, die in der Shoah ermordet wurden“, das im zentralen Wiener Ostarrichi-Park errichtet werden soll, wird aus großen, kreisförmig in den Boden eingelassenen Platten bestehen, auf denen die Namen der 64.000 identifizierten Opfer eingraviert sind. Weitere 1.000 sollen von den Nazis getötet worden sein, aber ihre Namen sind verloren gegangen.

Der Nazi-Diktator Adolf Hitler wurde in Österreich geboren, und viele im Land begrüßten enthusiastisch den Anschluss des Landes im Jahr 1938 an Nazi-Deutschland.

Das „Holocaust-Mahnmal in Wien eine Städte der Erinnerung

Zu dieser Zeit lebten etwa 210.000 Juden in Österreich. Viele flohen, fanden sich aber später wieder in Nazi-Hand, als die deutschen Armeen westwärts zum Ärmelkanal und tief in die Sowjetunion im Osten vorstießen.

Das „Holocaust-Mahnmal in Wien, das bis zum nächsten Frühjahr fertiggestellt werden soll, soll ein Ort der Besinnung sein und sowohl denjenigen, die ihr Leben verloren haben, gedenken wie auch an die Gefahren des Antisemitismus erinnern.

Es gibt nur einen Eingang in der Mitte des von den Platten gebildeten Kreises, der nach den Plänen einen „Ort der Ehrfurcht“ für die Besucher schaffen soll.

„Die Nachkommen der Ermordeten sollen ungestört nach den Namen ihrer Angehörigen suchen können, die Briefe mit der Hand berühren, ein Gebet sprechen, eine Gedenkkerze anzünden können“, so die Organisatoren auf ihrer Website.

„Für alle Österreicherinnen und Österreicher soll die Gedenkstätte einen stillen Ort bieten, an dem sie des Schicksals ihrer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger gedenken und deren Leben heute und in zukünftigen Generationen ehren können.

Österreichs Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka betonte bei der Zeremonie, nichts könne die Verbrechen des Holocaust wiedergutmachen, aber das Mahnmal könne als Warnung für die Zukunft dienen.

„Es gibt hier keine Geste der Wiedergutmachung, aber es gibt eine Geste des Gedenkens“, so die österreichische Nachrichtenagentur APA. Österreich macht den ersten Spatenstich zum Holocaust-Mahnmal in Wien. Eine Stätte der Erinnerung an nationalsozialistischen Antisemitismus, aber auch eine Stätte der politisch motivierten Erbschuld. Haben heute Österreicher schuld an die Taten ihrer Vorfahren?

Gedanken zum Holocaust-Mahnmal in Wien
Aufmarsch der Vaterländischen Front

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