Österreichische Moscheen sollen trotz Beginn des Ramadans geschlossen bleiben

Österreichische Moscheen in ganz Österreich bleiben bis zum 30. April geschlossen, obwohl der islamische heilige Monat Ramadan eine Woche vor der Aufhebung der Sperre beginnt.

Die Österreichische Islamische Gemeinschaft (IGGÖ) erklärte, dass sie die Sperrmaßnahmen der Regierung weiterhin respektieren werde. Der Präsident der IGGÖ, Ümit Vural, forderte die österreichischen Muslime auf, den Beginn des Ramadans zu Hause zu feiern, indem sie ihre Häuser in österreichische Moscheen verwandeln.

„Der Islam hat in der Gemeinde gelebt. In der gegenwärtigen Situation ist es jedoch wichtig, unsere Häuser mit Gebeten und Rezitationen zu erhellen und sie in österreichische Moscheen zu verwandeln“, sagte Vural diese Woche, berichtet die Kronen Zeitung.

So wie die Muslime in den örtlichen Moscheen abwesend waren, so sind auch ihre Spenden. Die IGGÖ erkannte die finanziellen Verluste der Moscheen in Österreich und rief zu einer Spendenaktion auf, um den vom Coronavirus-Ausbruch Betroffenen österreichischen Moscheen zu helfen.

Die 1979 gegründete IGGÖ ist eine der größten muslimischen Organisationen des Landes und vertritt viele Muslime in Österreich. Sie wurde in der Vergangenheit wegen ihrer Verbindungen zum türkischen Regime und zur radikal-islamistischen Muslimbruderschaft kritisiert.

Österreichische Moscheen

In den letzten Jahren sind in Österreich auch mehrere radikale österreichischen Moscheen entstanden, deren Führung sich möglicherweise weniger an die Sperrmaßnahmen hält.

Graz wurde 2017 mit einem Bericht als „Hochburg“ der radikalen Islamisten bezeichnet, dem zufolge bis zur Hälfte der österreichischen Moscheen in der Stadt irgendeine Form von radikalem Islam predigten.

In Gegenden, in denen Muslimen der Zugang zu Moscheen verweigert wurde, wie etwa 2017 in der französischen Stadt Clichy, beteten die Gemeindemitglieder stattdessen in großer Zahl im Freien.

Auch der Monat Ramadan ist in vielen Ländern mit Gewalt verbunden. In der Stadt Montpellier forderten Geschäftsinhaber 2019 zusätzliche Sicherheit von der lokalen Regierung, nachdem sie argumentiert hatten, dass die Gewalt im Ramadan in den letzten Jahren zugenommen habe.

Andere haben sogar versucht, das Fasten im Ramadan als Entschuldigung für gewalttätiges Verhalten zu benutzen, darunter ein in Schweden lebender Mann, der seinen Hunger dafür verantwortlich machte, dass er die Kontrolle verlor und seine Frau und seine Kinder schlug.

Österreichische Moscheen sollen trotz Beginn des Ramadans geschlossen bleiben? Wird hier nicht die verfassungsmäßige Religionsfreiheit aufgehoben?

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