Offengelegt: Ägyptischer Spion arbeitet jahrelang für Merkel-Sprecher

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat aufgedeckt, dass ein ägyptischer Spion jahrelang in den Büros des Sprechers von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, tätig war und möglicherweise Informationen über ägyptische Oppositionsgruppen gesammelt hat.

Die Aktivitäten des Mannes wurden von Geheimdienstmitarbeitern aufgedeckt. Der Mann wurde im Dezember 2019 von seinen Aufgaben im Bundespresseamt entbunden und vom Bundeskriminalamt unter Spionageverdacht gestellt.

Ägyptischer Spion arbeitete für Merkel-Sprecher?

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) teilte mit, dass mindestens zwei Zweigstellen des ägyptischen Geheimdienstes in Deutschland präsent sind, die internationale Sicherheitsagentur GIS und die Agentur für innere Sicherheit NSS, berichtet die Bildzeitung.

Nach Angaben der Zeitung sammeln die ägyptischen Spione vor allem Informationen über ägyptische Oppositionsgruppen in Deutschland, etwa die Muslimbruderschaft, aber auch über andere Gruppen wie koptische Christen.

Bislang sei nur wenig darüber bekannt, was der Verdächtige in diesem Fall Ägypten mitgeteilt haben könnte, aber Bild stellt fest, dass er Zugang zu Informationen über vom Bundespresseamt akkreditierte ägyptische Staatsangehörige bekommen haben dürfte.

Deutschland hatte in den letzten Jahren mehrere Probleme mit Spionage, vor allem Spione aus der Türkei. Im Jahr 2016 wurde berichtet, dass die Türkei bis zu 6.000 Agenten in Deutschland und viele weitere im benachbarten Österreich hatte.

Später im selben Jahr wurde ein türkischer Spion in Hamburg von der deutschen Bundespolizei verhaftet und beschuldigt, ein Komplott zur Ermordung mehrerer kurdischer und anderer Oppositioneller in Deutschland und Belgien geschmiedet zu haben.

Nur wenige Monate später durchsuchten Geheimdienstmitarbeiter die Wohnungen von vier muslimischen Imamen, von denen ebenfalls angenommen wurde, dass sie aktiv für die türkische Regierung spionieren.

Deutsche Staatsanwälte leiteten daraufhin eine Untersuchung der Aktivitäten türkischer Spione ein, nachdem behauptet wurde, dass Anhänger des Exilpredigers Fethullah Gulen überwacht würden. Die Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan machte Gulen und seine Anhänger für einen gescheiterten Putsch gegen sein islamistisches Regime im Sommer 2016 verantwortlich. Offengelegt: Ägyptischer Spion arbeitet jahrelang für Merkel-Sprecher?

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