Online-Uiguren-Sklavenhandel boomt in China

Nicht näher bezeichnete Verkäufer in China nutzen zunehmend Online-Plattformen, um Uiguren in „Gruppen von 50 bis 100 Arbeitern“ zum Verkauf anzubieten, enthüllte Sky News am Freitag.

„Auf chinesischen Websites gibt es Dutzende von Anzeigen, die uigurische Arbeitskräfte in Partien von 50 bis 100 Arbeitern anbieten“, berichtete Sky News am 16. April. „Baidu, das Unternehmen, das die Stellenausschreibungen hostet, reagierte nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme.“ Der Online-Uiguren-Sklavenhandel boomt in China?

Baidu ist ein chinesisches multinationales Technologieunternehmen, das internetbezogene Dienstleistungen anbietet, darunter Chinas führende Suchmaschine.

Online-Uiguren-Sklavenhandel in China

Die Baidu-Anzeigen suggerierten, dass uigurische Arbeiter unter „strenger politischer und sozialer Kontrolle“ stünden, so Sky News, das feststellte, dass in einer Anzeige stand, dass die „Sicherheit der Arbeiter von der Regierung garantiert wird“. Sky berichtete nicht über die Anzeigen, in denen suggeriert wurde, dass die Arbeiter in irgendeiner Weise entschädigt werden würden.

Ungefähr 10 Millionen turksprachige Uiguren leben in Xinjiang, dem westlichsten Gebiet Chinas, das an Zentralasien grenzt. Provinzbeamte der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) in Xinjiang haben nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen und ausländischen Regierungen seit mindestens 2017 1-3 Millionen Uiguren und andere hauptsächlich muslimische Minderheiten in staatlichen Konzentrationslagern inhaftiert. Die chinesische Regierung bestreitet offiziell, dass die Lager der Auslöschung der uigurischen Identität dienen, räumt aber ein, Uiguren in den Lagern gefangenzuhalten.

Die KPCh behauptet, sie betreibe „Berufsausbildungszentren“ und marxistische „politische Erziehungszentren“ für Uiguren in Xinjiang, um die sunnitisch-muslimische Gruppe von angeblich „extremistischem“ Verhalten und Ideologie weg und in die chinesische Arbeiterschaft zu lenken. Ehemalige Häftlinge und ehemalige Mitarbeiter der uigurischen Lager in Xinjiang sagen, sie hätten in den Einrichtungen unter sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen gelitten oder diese miterlebt.

Die KPCh hat angeblich etwa 80.000 uigurische „Absolventen“ der „Umerziehungs“-Lager in Xinjiang zwischen 2017 und 2019 aus dem Gebiet in die Sklaverei in verschiedenen Fabriken und Werken in ganz China verschleppt, so ein Bericht des Australian Strategic Policy Institute (ASPI) vom März 2020.

„Für jede Gruppe von Arbeitern, die ausgebildet wird, wird eine Beschäftigung arrangiert und eine Gruppe wird transferiert. Diejenigen, die beschäftigt werden, müssen eine gründliche ideologische Ausbildung erhalten und in ihren Jobs bleiben“, sagte die KPCh in einem chinesischen Regierungsarbeitsbericht aus dem Jahr 2019, den das ASPI als Beweis für die uigurischen Arbeitskräftetransfers zitiert. Der Online-Uiguren-Sklavenhandel boomt in China?

Andere Medien verwiesen auf weitere Beweise, die das ASPI in seinem Bericht zitierte, darunter „online Werbung mit rassistischen Bildern von Karikaturen, die traditionelle uigurische Kleidung tragen, versprachen ‚qualifizierte, sichere und zuverlässige‘ Regierungs-‚Arbeiter‘ für willige Fabriken.“

„Ausgezeichnete Absolventen sollten von verschiedenen Regierungen im Landesinneren, insbesondere von 19 Provinzen und Gemeinden, als Arbeitskräfte eingestellt werden“, so eine Quelle gegenüber ASPI. Der Online-Uiguren-Sklavenhandel boomt in China?

Ein in den USA ansässiger Forscher namens Adrien Zenz veröffentlichte im Dezember 2020 einen Bericht, in dem er schätzte, dass eine halbe Million Uiguren durch die staatlichen „Arbeitstransfer“-Programme in Xinjiang gezwungen wurden, unter Sklavenarbeitsbedingungen Baumwolle zu pflücken. Zenz stützte sich bei seinen Recherchen auf chinesische Regierungsdokumente und staatliche Medienberichte. Baumwolle, die durch uigurische Sklavenarbeit in Xinjiang produziert wird, wurde laut dem ASPI-Bericht von großen Marken wie Nike, Apple und BMW verwendet.

Wie Sky stellte auch der Bericht von Zenz fest, dass Online-Anwendungen und andere fortschrittliche Technologien genutzt werden, um Uiguren in die Sklaverei zu verkaufen.

Sky News schrieb in seinem Bericht vom 16. April, dass es einige der Telefonnummern vom Online-Uiguren-Sklavenhandel kontaktierte, die in den uigurischen Arbeitsanzeigen enthalten waren.

„Ein Agent sagte uns, dass Arbeiter aus Xinjiang ‚politisch untersucht‘ werden müssten, bevor sie vermittelt werden könnten“, schrieb die britische Nachrichtenagentur.

„Die lokale Regierung der aufnehmenden Provinz würde auch eine ‚politische Prüfung‘ durchführen“, sagte der Arbeitsagent gegenüber Sky News und fügte hinzu: „Alle Arbeiter würden von ‚Aufsehern‘ begleitet … und ‚unter halbmilitärischer Leitung‘ stehen.“

Ein anderer Agent, der von der Nachrichtenagentur kontaktiert wurde, „sagte, dass ohne die Zustimmung der lokalen Regierung keine Arbeiter vermittelt werden könnten, weil ‚die Frage der ethnischen Minderheiten ein schwerwiegendes Problem ist.'“

Ein dritter Arbeitsagent, der von Sky News kontaktiert wurde, sagte, dass „das Gehalt der ‚Aufseher‘ vom Personalbüro der Xinjiang-Regierung bezahlt wurde.“

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