Pariser Polizei: 94 Prozent der identifizierten ausländischen „Minderjährigen“ sind Erwachsene

Nach der Einrichtung einer Fingerabdruck-Datenbank in Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Ländern hat die Pariser Polizei 229 „minderjährige“ Migranten positiv identifiziert, von denen sich 216 als Erwachsene herausstellten.

Die Pariser Polizei-Abteilung DSPAP hat das Identifikationssystem vor 15 Monaten in Zusammenarbeit mit Behörden in Algerien, Marokko und Tunesien eingeführt und in diesem Zeitraum die Identifizierung von 939 Migranten beantragt. Von den 229 „minderjährigen“ Migranten, die die Pariser Polizei eindeutig identifiziert hat, waren 94 Prozent tatsächlich Erwachsene Migranten. Diejenigen, deren Identitäten bestätigt wurden, waren 156 Algerier, 71 Marokkaner und zwei Tunesier. Die restlichen Migranten wurden laut einem Bericht der Zeitung Le Figaro als „unbekannter Herkunft“ eingestuft.

Straftaten, die von vermeintlich unbegleiteten minderjährigen Migranten (MNAs) verübt werden, sind in Paris und anderen Städten Frankreichs ein zunehmender Trend. Laut einer Statistik der DSPAP wurden unbegleitete Minderjährige aus Nordafrika im Jahr 2020 7.988 Mal in verschiedene Straftaten verwickelt, was einen Anstieg von 20 Prozent gegenüber 2019 bedeutet.

Bandenkriminalität

Schätzungsweise 1.000 minderjährige Migranten halten sich in Paris auf und machten im Jahr 2020 28 Prozent aller minderjährigen Straftäter in der Stadt aus, gegenüber 17 Prozent im Jahr 2018.

Die Pariser Staatsanwaltschaft stellt fest, dass viele auch über ihre Identität und ihr tatsächliches Alter lügen, um als jugendliche Straftäter behandelt zu werden, weil es für sie einfacher ist, der Haft zu entkommen.

Die DSPAP-Daten kommen nur wenige Tage, nachdem die französischen Politiker Jean-François Eliaou und Antoine Savignat einen Bericht vorstellten, aus dem hervorging, dass bis zu 75 Prozent der minderjährigen Migrantenkriminalität in Paris Verdächtige aus nur drei nordafrikanischen Ländern betrifft.

„Die meist jungen Männer aus den Maghreb-Ländern zeichnen sich durch chaotische und besonders traumatische Migrationsrouten aus, und dann durch ein Leben auf der Wanderschaft, sobald sie in Frankreich angekommen sind. Oft sind sie Opfer von Schleppernetzwerken, sie sind kriminell und drogenabhängig“, so die französische Direktion für den gerichtlichen Schutz der Jugend (DPJJ).

Valérie Martineau, Direktorin der lokalen Sicherheitsbehörde im Großraum Paris, sagte gegenüber Le Figaro, dass viele der Migranten einfache Diebstähle begehen, wie Schmuck oder Mobiltelefone, um ihre Drogensucht sowie einen „Geschmack für Designerkleidung“ zu unterstützen.

Algerische, marokkanische und tunesische Migranten wurden allein im Jahr 2020 1.633 Mal bei Einbrüchen in Paris verhaftet, wobei viele ihre Waren nur 15 Minuten später auf den Straßen des Viertels Barbès im Norden von Paris verkaufen.

Minderjährige Migranten stellen auch fast ein Drittel der Angeklagten bei gewalttätigen Raubüberfällen, und viele sollen Messer und sogar Schusswaffen bei sich tragen. „Wenn sich die Opfer wehren, ziehen sie ganz leicht ein Messer heraus“, sagte Frau Martineau. 94 Prozent der von der Pariser Polizei identifizierten ausländischen „Minderjährigen“ sind Erwachsene?

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