Professor für Infektionsmedizin prognostiziert Coronavirus-'Tragödie' in Schweden
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Ein schwedischer Professor für Infektionsmedizin hat vorausgesagt, dass das Land möglicherweise auf eine „Tragödie“ zusteuert, da die Zahl der Coronavirus-Todesfälle in China ansteigt und ein Viertel aller Todesfälle auf Altersheime zurückzuführen ist.

Björn Olsen, Professor für Infektionsmedizin an der Universität Uppsala, sagte, dass er voll und ganz damit rechnet, dass sich die Situation in Schweden in den kommenden Wochen deutlich verschlechtern wird, und behauptete, die Behörden hätten zu lange gewartet und zu wenig getan, um dem Ausbruch des Virus entgegenzuwirken.

Schweden ging die Coronavirus-Pandemie bekanntlich mit einem außergewöhnlich leichten Ansatz an, indem es sich weigerte, Reisen aus schwer infizierten Ländern zu verbieten, Bars, Cafés usw. offen zu lassen und die Menschen weiterhin in Dutzenden von Gruppen zusammenkommen zu lassen.

„Die Pandemie kommt wie eine Flut auf uns zu. Sie ist wie eine Mauer aus Infektionen. Wir werden sehr hohe Todesraten in Schweden haben, vor allem in der Region Stockholm, und wir werden in den kommenden Wochen einen enormen Anstieg erleben“, sagte er voraus.

Der Professor für Infektionsmedizin:

„Ich würde nicht abschätzen, wie viele, so fürchte ich, sterben könnten. Es können 5.000 oder 10.000 sein. Was jetzt geschieht, ist, dass Schweden auf eine Tragödie zusteuert“, sagte Olsen dem norwegischen Sender NRK diese Woche in einem Interview.

Aus den von der Region Stockholm veröffentlichten Zahlen geht hervor, dass bis zu einem Viertel der bestätigten Todesfälle in Schweden Bewohner von Alten- und Pflegeheimen waren.

Auf die Frage, ob er persönlich für den Ausbruch in den Pflegeheimen verantwortlich sei, lehnte der staatliche Epidemiologe Anders Tegnell diesen Gedanken ab und behauptete, es handele sich zwar um ein Versagen der Politik, aber auch um eine kollektiv getragene Verantwortung.

 Politik

Auch Krankenhausmitarbeiter sind einem Infektionsrisiko ausgesetzt. In einem Bericht vom Dienstag hieß es, bis zur Hälfte des Personals einer Abteilung eines Krankenhauses in der Stadt Linköping habe sich mit dem Coronavirus infiziert.

Professor Olsen kritisierte weiter die Reaktion der schwedischen Regierung auf den Ausbruch und sagte, Stockholm hätte vor einem Monat abgeriegelt werden müssen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Olsen hob insbesondere die Gesundheitsbehörde unter Leitung des staatlichen Epidemiologen Anders Tegnell für ihren Zitatismus hervor. Er meinte, die Leute innerhalb der Gesundheitsbehörde seien einfach nicht daran interessiert, die Meinung anderer Experten zu hören.

„Wir wurden gebeten, die Menschen nicht zu erschrecken und nicht in Panik zu geraten. Eine solche Situation war damals bei drastischen Massnahmen der Fall. Wenn wir etwas Angst erzeugt hätten, dann wäre es gut gewesen, denn wenn die Menschen Angst bekommen, werden Dinge getan“, sagte Olsen.

Frühere durchgesickerte E-Mails haben auch gezeigt, dass Experten die Gesundheitsbehörde dafür kritisieren, dass sie den Ausbruch des Virus nicht ernst nimmt.

Der Coronavirus-Impfstoff könnte bis September entwickelt sein, sagt der Professor aus Oxford? Ein Professor für Infektionsmedizin prognostiziert Coronavirus-‚Tragödie‘ in Schweden mit steigender Zahl der Todesfälle?

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