Rund ein Drittel der belgischen Einwohner sind jetzt Ausländer

Bald fremd im eigenen Land

Rund ein Drittel der belgischen Bevölkerung hat entweder eine ausländische Staatsangehörigkeit oder einen Migrationshintergrund, so das belgische Statistikamt Statbel.

Nach den Zahlen vom 1. Januar 2020 sind etwas mehr als zwei Drittel der belgischen Bevölkerung, nämlich 67,9 Prozent, gebürtige Belgier, so die Statsbel-Zahlen, was 7.806.078 Menschen entspricht.

Fast jeder Fünfte, 19,7 Prozent, der Bevölkerung sind Belgier mit Migrationshintergrund, was als diejenigen klassifiziert wird, die einen oder zwei Verwandte haben, die entweder im Besitz einer ausländischen Staatsbürgerschaft sind oder Ausländer die, die belgische Staatsbürgerschaft erhalten haben. Mehr als jeder Zehnte, 12,4 Prozent, sind ausländische Staatsangehörige, berichtete der Fernsehsender RTL diese Woche.

Ein Drittel der belgischen Einwohner sind jetzt Ausländer

Die Zahlen zeigen eine große Veränderung im Vergleich zu 2010, als die einheimische belgische Bevölkerung 74,3 Prozent betrug und die ausländische Bevölkerung und die Bevölkerung mit Migrationshintergrund etwas mehr als ein Viertel betrug.

Die belgische Hauptstadtregion Brüssel hat mit 35,3 Prozent den größten Anteil an Einwohnern mit einer ausländischen Staatszugehörigkeit, verglichen mit Flandern, das einen ausländischen Bevölkerungsanteil von 9,3 Prozent hat.

Einige Zahlen zeigen auch, dass die jüngeren Bevölkerungsgruppen größere Anteile an ausländischen Mitbürgern und Einwohnern mit Migrationshintergrund haben. Die einheimischen Belgier machen nur 54,3 Prozent der unter 17-Jährigen aus, während sie 87,3 Prozent der über 65-Jährigen ausmachen.

Die häufigste ausländische Nationalität in Belgien sind laut der Statistik Marokkaner, gefolgt von Italienern, Franzosen, Niederländern und Türken.

Diese Statistiken sind ähnlich wie in anderen westeuropäischen Ländern, die in den letzten Jahrzehnten ebenfalls radikale demografische Veränderungen erlebt haben.

In Deutschland hat ein Viertel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund, wie ein im Juli veröffentlichter Bericht zeigt. Während in Westdeutschland fast die Hälfte der Kinder unter sechs Jahren einen Migrationshintergrund hat.

Belgiens anderer Nachbar, Frankreich, hat ebenfalls Daten veröffentlicht, die die demografische Verschiebung in Teilen des Landes zeigen. Daten, die letztes Jahr von France Stratégie, einer Gruppe, die dem Büro des französischen Premierministers angehört, veröffentlicht wurden, zeigten einen enormen Anstieg von Kindern mit Migrationshintergrund in verschiedenen städtischen Gebieten.

So stieg beispielsweise im Großraum Paris der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund von 6,5 Prozent im Jahr 1968 auf 36,6 Prozent im Jahr 2015. Im Pariser Vorort Clichy-sous-Bois hatten 2015 83 Prozent der Kinder einen nicht-europäischen Hintergrund. Rund ein Drittel der belgischen Einwohner sind jetzt Ausländer, was sagt uns das über die Demografie in Belgien aus? Bald fremd im eigenen Land?

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