Saudi Arabien rekrutiert Kindersoldaten für den Kampf im Jemen

Riad bot 10.000 Dollar für Kindersoldaten aus der verarmten Region Darfur im Sudan, dass sie im blutigem Konflikt im Jemen kämpfen, sagt NYT.

Saudi-Arabien rekrutiert Sudans Kinder  in der Kriegs verwüsteten Region Darfur um an der Front  im Jemen als Kindersoldaten zu kämpfen hat die New York Times berichtet . Das arabische Königreich in Riad bot verzweifelten sudanesischen Familien aus der  sudanesischen Konflikt-Region Darfur bis zu 10.000 Dollar an, um ihre Kinder als Soldaten für den fast vierjährigen Krieg gegen die iranisch ausgerichteten Houthi- Rebellen zu vermarkten, teilte die New York Times am Freitag mit.
Angeführt von Kronprinz Mohammed bin Salman , intervenierte Saudi-Arabien 2015 zusammen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten im Jemen, um den international anerkannten Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi zu unterstützen. Der verarmte  Sudan schloss sich der von Saudi-Arabien geführten Allianz an und setzte Tausende von Bodentruppen in den Jemen ein.
Fünf sudanesische Kämpfer, die aus dem Jemen zurückgekehrt waren, teilten der NYT mit, dass Kindersoldaten aus der sudanesischen Konflikt-Region Darfur 20-40 Prozent ihrer Einheiten im Kriegsgebiet Jemen ausmachen.
Viele der sudanesischen Kindersoldaten waren im Alter von 14 bis 17 Jahren, heißt es in dem Bericht, und wurden oft von ihren Eltern in den Krieg geschickt, von denen einige so gierig waren, dass sie Offiziere der sudanesischen Einheiten im Jemen bestachen, um ihre Söhne als Söldner zu kämpfen lassen.
„Die Familien wissen, dass sich ihr Leben nur ändern kann, wenn ihre Söhne als Söldner im Jemen-Krieg kämpfen und ihnen  das Geld schicken“ . Sagte Hager Shomo Ahmed, der 2016 als Kindersöldner  für den Jemen rekrutiert wurde, als er gerade 14 Jahre alt war, gegenüber der NYT.
In den vergangenen vier Jahren kämpften in der Golfregion zu jeder Zeit 14.000 Sudanesen und Jemenit-bewaffnete Gruppen, die von den Saudis unterstützt wurden. Die Zeitung zitierte Rückkehrer sowie sudanesische Gesetzgeber.

Überlebende Kindersoldaten aus Darfur

Laut dem Bericht der New York Times (NYT) stammen fast alle sudanesischen Kämpfer offenbar aus der verarmten Region Darfur, in der 300.000 Menschen getötet wurden, nachdem sich 2003 hauptsächlich nicht-arabische Rebellen gegen Khartoum erhoben hatten.
Die meisten erprobten Kindersoldaten gehörten zu den Rapid  Forces, einer paramilitärischen Gruppe namens Janjaweed, die für die systematische Vergewaltigung von Frauen und Mädchen, das wahllose Töten und andere Kriegsverbrechen verantwortlich gemacht wurden.
Die Kämpfer sagten der NYT, dass sich die saudischen und die emiratischen Befehlshaber, die die sudanesischen Kinder-Einheiten beaufsichtigten, im Jemen fast ausschließlich per Fernbedienung befehligten, so dass sie sich in sicherem Abstand von den Schlachtfeldern halten können.
„Sie haben nie mit uns gekämpft“, sagte Mohamed Suleiman al-Fadil. Ein 25-jähriger Kämpfer, der als Ahmed identifiziert wurde, sagte der Zeitung: „Sie behandeln die Sudanesen wie ihr Brennholz.“ Dem Bericht zufolge wurden im Jemen Hunderte sudanesische Kindersoldaten getötet.
Ein Sprecher der von Saudi-Arabien geführten Koalition bestritt in einer Stellungnahme gegenüber der Zeitung die Rekrutierung sudanesischer Kinder und bezeichnete die Anschuldigungen als „fiktiv und unbegründet“.
Die NYT sagte, Babikir Elsiddig Elamin, ein Sprecher des sudanesischen Außenministeriums, lehne es ab, sich zu Truppenstärke, Opfern oder Gehaltsschecks im Jemen zu äußern. Er sagte der Zeitung, der Sudan kämpfe „im Interesse des Friedens und der Stabilität in der Region“.
Die sudanesischen Bodentruppen machten es den Saudis und den Vereinigten Arabischen Emirate leichter, den Krieg im Jemen auszudehnen, indem sie von den Opfern isoliert wurden, die die Geduld von Familien zu Hause auf die Probe stellen könnten.
Der Krieg im Jemen hat laut dem Kriegsmonitor Armed Conflict Location and Event Data mehr als 60.000 Menschen getötet und das ohnehin verarmte Land an den Rand einer Hungersnot gebracht. Nach Angaben der Vereinten Nationen hat der Konflikt die schlimmste humanitäre Krise der Welt ausgelöst.
Bildquellen-Nachweis: https://www.flickr.com/photos/[email protected]/
QUELLE:  NACHRICHTENAGENTUREN
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