Schiffbruch vor Lampedusa: Ein toter Afrikaner und 22 vermisst

Willkommenspolitik tötet Menschen

ROM – Ein Boot mit 48 afrikanischen Migranten an Bord ist am Wochenende vor der Küste der italienischen Insel Lampedusa gesunken. Wobei ein Mensch ums Leben kam und 22 noch vermisst werden.

Während der Rettungsaktion, die später wegen schlechten Wetters unterbrochen wurde, konnte die tunesische Marine 25 der Afrikaner – darunter sechs Tunesierinnen – retten und auch die Leiche eines Migranten bergen, der ertrunken war.

Das Schiff mit den Afrikanern war in der Nacht von Freitag auf Samstag aus der tunesischen Küstenstadt Sfax ausgelaufen.

Willkommenspolitik tötet Menschen

In einer Erklärung gab die tunesische Marine bekannt, dass sie 25 der Schiffbrüchigen in Rettungsaktionen etwa ca. 97 km nordwestlich von Lampedusa gerettet und zurück nach Tunis gebracht wurden.

Nur Stunden zuvor wurden 110 Afrikaner in denselben Gewässern von der Nichtregierungsorganisation Open Arms aufgenommen, nachdem sie einen Notruf abgesetzt hatten.

Die in einem Schlauchboot eingepferchten Afrikaner riefen Alarm Phone an. Einen Alarmdienst für Migranten, und baten um Hilfe, und um einen sicheren Transport nach Europa.

Alarm Phone teilte seinerseits auf Twitter mit: „Das Unwetter wird immer schlimmer, sie erzählen, dass es hohe Wellen gibt und ein Sturm im Aufziehen ist. Die Behörden sind informiert. Hilfe wird sofort benötigt! Lasst sie nicht ertrinken!“

Einige Stunden später traf ein Schiff der spanischen NGO Open Arms ein und nahm die mehr als 100 Migranten an Bord.

Berichten zufolge wurden die Migranten dann nach Porto Empedocle auf Sizilien transportiert.

Kurz darauf äußerte sich der Vorsitzende der italienischen Lega-Partei, Matteo Salvini, erneut besorgt über die wachsende Zahl illegaler Einwanderer, die Italiens Küsten stürmen.

„Fünf Millionen legale Einwanderer in Italien, sie sind meine Brüder und Schwestern“, schrieb Salvini auf Twitter. „Auf der anderen Seite schaffen die Anlandungen und die illegale Einwanderung Probleme. Ich glaube, dass wir mit Draghi in einem Boot sitzen werden, die Grenzen Italiens sind die Grenzen Europas.“

Salvini war ein scharfer Kritiker von Nichtregierungsorganisationen, die im Mittelmeer tätig sind, und beschuldigte sie, einen kostenlosen „Taxidienst“ für Migranten anzubieten, über den sie Italien erreichen, und am Menschenhandel mitzuverdienen. Schiffbruch vor Lampedusa: Ein toter Migrant und 22 Vermisste. Töten etwa offene Grenzen? Erst ein klares Signal von geschlossenen Grenzen beendet das sinnlose Sterben im Mittelmeer!

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