Bedrohung für die Demokratie

Ein Bericht der NATO hat aufgedeckt, dass Finnlands frauengeführte Regierung eine Flut von sexistischen und frauenfeindlichen Kommentaren in sozialen Medien erhalten hat, wobei ein finnischer Minister die entsprechenden Zitate als „Gefahr für die Demokratie“ bezeichnete.

Der NATO-Bericht untersuchte Hunderttausende von Veröffentlichungen auf der Social-Media-Plattform Twitter und behauptet, eine Rekordzahl von frauenfeindlichen Bemerkungen gefunden zu haben, die sich gegen die weiblichen Minister im Kabinett von Ministerpräsidentin Sanna Marin gerichtet haben. Eine Bedrohung für die Demokratie?

Rolf Fredheim, der den Bericht im Rahmen des NATO-Sonderzentrums für Kommunikationsstrategie (Stratcom) verfasst hat, teilte dem schwedischen Rundfunksender SVT mit: „Die frauenfeindlichen Äußerungen sind sehr zahlreich.“

Die viermonatige Studie untersuchte rund 350.000 Tweets, die sich gegen die 19 Minister des finnischen Kabinetts richteten, und stieß dabei auf wenige Drohungen mit körperlicher Gewalt, aber auf viele abfällige Bezeichnungen wie die Bezeichnung der finnischen Regierung als „Lippenstiftbrigade“ oder „Tampax-Team“.

Bedrohung für die Demokratie?

Gegenüber SVT räumte Fredheim allerdings ein, dass die in der Studie verwendeten Algorithmen weder Ironie noch Sarkasmus erkennen konnten.

Maria Ohisalo, Finnlands Innenministerin und Vorsitzende der Grünen Partei, kommentierte die Studie mit den Worten: „Das ist eine Bedrohung für die Demokratie und birgt die Gefahr, dass junge Frauen davon abgehalten werden, in die Politik zu gehen.“

Ohisalo soll zusammen mit Ministerpräsidentin Marin die meisten abfälligen Äußerungen im untersuchten Zeitraum erhalten haben, jeder von ihnen erhielt im Durchschnitt 50 bis 60 solcher Bemerkungen pro Tag.

Die aktuelle finnische Regierung trat ihr Amt im Dezember 2019 an und machte weltweit Schlagzeilen, weil sie nicht nur größtenteils von Frauen geführt wird, sondern auch wegen des Alters der meisten hochrangigen Minister, von denen die Mehrheit zu diesem Zeitpunkt unter 35 Jahre alt war.

Die hochrangigen Politiker sind auch meist links orientiert, wobei Bildungsministerin Le Andersson zuvor erklärte, sie sei eine bekennende Marxistin und Innenminister Ohisalo forderte zuvor die Legalisierung aller illegalen Drogen.

Premierministerin Marin hat auch fragwürdige Bemerkungen von ausländischen Politikern erhalten, wie zum Beispiel vom ehemaligen estnischen Innenminister Mart Helme, der Premierministerin Marin als „Verkäuferin“ bezeichnete und ihre Minister als ungebildete „Straßenaktivisten“ bezeichnete. Sexistische Äußerungen über finnische Ministerinnen sind eine, Bedrohung für die Demokratie?

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