Südeuropa fordert eine „gerechte“ Verteilung der Migranten

Die südeuropäischen Staats- und Regierungschefs fordern auf Südgipfel Solidarität in der Migrationskrise.

Die südeuropäischen Staats- und Regierungschefs forderten am Freitag eine gerechte Verteilung der Migranten aus dem gesamten Mittelmeer, da Italien dem jüngsten NRO-Boot, das gerettete Familien befördert, die Einfahrt in einen Hafen verweigert hatte. Südeuropa fordert eine „gerechte“ Verteilung der Migranten. Die südeuropäischen Staats- und Regierungschefs fordern auf dem Südgipfel Solidarität in der Migrationskrise.
Die Staats- und Regierungschefs von Zypern, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Portugal und Spanien forderten die Europäische Union auf, „eine wirksame Umsetzung des Grundsatzes der Solidarität und der gerechten Lastenteilung zwischen den Mitgliedstaaten zu gewährleisten“.
Eine gemeinsame Erklärung am Ende des Südeuropa Gipfels in Valletta besagte auch, dass „die Bemühungen, das Geschäftsmodell der Schmuggler zu brechen, weiter verstärkt werden muss, um auch tragische Todesfälle vorzubeugen“.


Die Formulierung schien auf die Boote von Nichtregierungsorganisationen abzuzielen, die Migranten aus dem Mittelmeerraum retten, die aber von Politikern wie dem italienischen Innenminister Matteo Salvini beschuldigt werden, den Menschenhandel zu fördern .
Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte äußerte auf dem Südeuropa Gipfel „Frustration“ darüber, dass die EU „über Solidarität spricht, ohne sie anzuwenden“.

„Gerechte“ Verteilung der Migranten

Das von der deutschen Sea Watch 3-NGO betriebene Rettungsschiff befindet sich derzeit vor der italienischen Insel Lampedusa. An Bord befinden sich 53 Migranten, die vor der Küste Libyens gerettet wurden und seitdem die Einreise in italienische Häfen verweigert wurde.
Salvini sagte, dass die Rettungsboote die libysche Küstenwache daran hindern, die Migranten aufzunehmen und nach Libyen zurückzubringen.
„Alle im Mittelmeer operierenden Schiffe müssen die geltenden internationalen Gesetze einhalten und dürfen den Betrieb der libyschen Küstenwache nicht behindern“, heißt es in der Erklärung des Gipfels.

Solidarität in der Migrationskrise

Herr Salvini, der auch stellvertretender Ministerpräsident und Vorsitzender der mächtigen Partei der rechten Liga in der Koalition ist, hat ein Dekret erlassen, mit dem die Strafverfolgungsbehörden angewiesen werden, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Einfahrt in oder die Durchfahrt durch italienische Gewässer solcher Schiffe zu verhindern.
Herr Salvini hat seine Popularität im letzten Jahr durch eine harte Linie gegen Migranten gesteigert, die das Schließen von Häfen von Rettungschiffen beinhaltete.
Sea Watch International hat am Freitag getwittert, sein Schiff warte „immer noch auf einen sicheren Hafen 16 Meilen vor Lampedusa“ und fordere die Menschen auf, eine Petition für die Aufnahme von Migranten durch deutsche Städte zu unterzeichnen.
Herr Salvini sagte, das Schiff sei jetzt „durch das Mittelmeer geschippert und habe Frauen, Männer und Kinder zu unnötigem Leid gezwungen“.
Italien und Malta, die am nächsten an Nordafrika gelegenen Länder, sagten vor dem Gipfel, dass mehr getan werden sollte, um die Ausreise von Migranten zu verhindern, unter anderem durch die Stärkung der Ausbildung und der Ressourcen der libyschen Küstenwache.
Rom und Valletta bestehen auf einer gerechten Verteilung der Migranten in andere EU-Länder, während Länder wie Frankreich sagen, Migranten sollten im nächstgelegenen Hafen von Bord gehen und dann freiwillig in ganz Europa umverteilt werden.
Seit 2014 sind mehr als 12.000 Menschen bei dem Versuch gestorben, die von Libyen nach Europa fliehen wollten. Die UN-Flüchtlingsbehörde nennt dies den „tödlichsten Seeweg der Welt“.
Die sieben Nationen von Südeuropa, die am Freitag in Malta zusammentrafen, repräsentieren fast 40 Prozent der EU-Bevölkerung, des Bruttoinlandsprodukts und der Hälfte der Küste.

Ähnliche Schlagzeilen

Papst Franziskus lässt zu, dass Priester, Bischöfe sexuell missbrauchte Nonnen haben
Terroralarm in Schweden?

Algerien schließt Südgrenze für Syrer

Matteo Salvini sagt Nein zu „Eurabia“ in Italien nach Bericht über schwedische Migrationsgebiete
Libyens Sklavenmarkt für Migranten aus Afrika ein Ticket nach Europa
Hilfsorganisationen ein Taxiunternehmen für Armuts-Immigranten nach Europa?

Afrikanische Mittelmeer Flüchtlinge, es kommen die Nomaden Afrikas

Mittelmeer-Flüchtlinge und Migranten landen im Hafen von Valencia
Deutschland: Migranten-Transit-Zentrum an Deutsch-Österreich Grenze eröffnet
Der Oberste Gerichtshof von Spanien: Das Land muss mehr Mittelmeer Migranten aufnehmen
Migranten als Piraten im Mittelmeer unterwegs
Papst Franziskus: Migranten und Flüchtlinge sind „Embleme der Ausgrenzung“
Refugee „Boot Camp“ als Integrationshilfe für Migranten
Decathlon bricht Verkaufspläne von, Sport-Hijab in Frankreich ab
Allahu Akbar: Französische Kirche in zwei Wochen zweimal zerstört
600.000 Migranten reisen in einem Jahr nach Großbritannien ein
Bild Urheberrechtshinweis nach EU-Urheberrecht Artikel 13
Beitragsbild: Screenshot Twitter