Norditalien: Lehrkräftemangel nach AstraZeneca-Impfung

Nebenwirkung der experimentell zugelassenen Impfstoffe

ROM – Dutzende italienische Lehrer meldeten sich am Montag krank, nachdem sie am Wochenende im norditalienischen Treviso mit dem Impfstoff von AstraZeneca gegen das Coronavirus geimpft worden waren, wie lokale Medien berichten.

Die Schüler von zwei Mittelschulen in der Region wurden eine Stunde früher als üblich nach Hause geschickt, da nicht genügend Lehrkräfte nach der AstraZeneca-Impfung im norditalienischen Treviso zur Verfügung standen. An der Mittelschule Duca degli Abruzzi fehlten 15 von 130 Lehrern und klagten über Fieber, Unwohlsein und Knochenschmerzen.

Nach der AstraZeneca-Impfung

In einer örtlichen Grundschule, San Domenico Savio, meldeten sich zwei von drei Lehrern krank mit ähnlichen Beschwerden oder Nebenwirkungen des Impfstoffs, die sie außer Gefecht setzten.

Nun ist die Rede davon, dass einige Schulen wegen Lehrermangels geschlossen werden müssen, berichtet die Tageszeitung Tribuna di Treviso am Montag, da „Dutzende und aber Dutzende“ von örtlichen Lehrern sich nicht in der Lage sahen, zur Unterricht zu erscheinen.

Die italienische Tageszeitung Oggi Treviso berichtete am Sonntag, dass 3.000 Lehrer am Samstag geimpft wurden und weitere 2.500 vor dem Ende des Wochenendes den Impfstoff erhalten sollten. Alle Lehrer, die gegen das Coronavirus geimpft wurden, waren unter 55 Jahre alt und erhielten alle den Impfstoff von AstraZeneca.

Die Impfkampagne in Treviso ist Teil eines landesweiten Programms, das kostenlose Coronavirus-Impfungen für Italiens Lehrer im Alter zwischen 18 und 55 Jahren anbietet.

In der vergangenen Woche hat das Herzogin-Elisabeth-Krankenhaus in Braunschweig das Impfprogramm von AstraZeneca bis auf Weiteres eingestellt, nachdem 37 der 88 geimpften Mitarbeiter wegen ähnlicher Nebenwirkungen wie in Treviso bettlägerig und arbeitsunfähig waren.

Bereits Mitte Februar hatte eine südschwedische Region die Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff vorübergehend ausgesetzt, weil mehr Menschen als erwartet nach der Impfung an Fieber erkrankt waren. Auch an zwei Standorten in Niedersachsen wurden Impfungen mit dem Coronavirus-Impfstoff von AstraZeneca gestoppt, nachdem sich Klinikmitarbeiter über Nebenwirkungen beschwert hatten.

Während die Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech laut einer aktuellen Studie eine Wirksamkeit von 94 bzw. 95 Prozent haben, liegt die Wirksamkeit von AstraZeneca bei 76 Prozent nach der ersten und bis zu 82 Prozent nach der zweiten Impfung. Andere Studien haben die Wirksamkeit bei etwa 70 Prozent ermittelt.

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