UN-Chef Guterres ordnet Streichung aller globalen Kohleprojekte an

Klimawandel

Künftige globale Kohleprojekte müssen sofort gestrichen werden, um die „tödliche Sucht“ nach fossilen Brennstoffen bis zum Ende des Jahrzehnts zu beenden, sagte der UN-Generalsekretär António Guterres am Dienstag.

Streichung aller globalen Kohleprojekte? Der Ausstieg aus der Kohleverstromung sei der wichtigste Schritt zur Bewältigung der Klimakrise, sagte er. Guterres‘ Aufruf kam bei der Eröffnung eines virtuellen Gipfels der Powering Past Coal Allianz PPCA), ein Zusammenschluss von Organisationen und Unternehmen, die sich für die Beendigung der Kohleverbrennung zur Stromerzeugung einsetzen. Er sagte:

Heute rufe ich alle Regierungen, Privatunternehmen und lokalen Behörden auf, drei Schritte zu unternehmen.

Erstens: Streichen Sie alle in der Entwicklung befindlichen globalen Kohleprojekte und beenden Sie die tödliche Sucht nach Kohle. Zweitens, beenden Sie die internationale Finanzierung von Kohlekraftwerken und … drittens, starten Sie eine globale Anstrengung, um endlich einen gerechten Wechsel für die Arbeiter der Kohleindustrie zu organisieren, notfalls Werk für Werk.“

 

Der erfahrene portugiesische Sozialist nannte die Abhängigkeit der Welt von der Kohle eine „tödliche Sucht“ und rief dazu auf, die internationale Finanzierung von Kohleprojekte zu beenden und Entwicklungsländer bei der Umstellung auf erneuerbare Energien stärker zu unterstützen.

Er sprach in einer Zeit, in der viele Länder mit der Realität kämpfen, erneuerbare Energien zu nutzen, um wachsende, florierende Volkswirtschaften zuverlässig mit Grundlaststrom zu versorgen.

„Ich bitte auch alle multilateralen und öffentlichen Banken – ebenso wie Investoren in Geschäftsbanken oder Pensionsfonds – ihre Investitionen jetzt in die neue Wirtschaft der erneuerbaren Energien zu verlagern“, fügte er hinzu.

Der UN-Chef rief alle Länder dazu auf, die Richtlinien der internationalen Arbeitsorganisation für einen Übergang zu übernehmen und als Mindeststandard anzunehmen.

Dem pflichtete der UN-Sonderbeauftragte für Klima und Finanzen bei. Er schloss sich der Forderung nach einem Ausstieg aus der Kohleverbrennung an und forderte den Finanzsektor auf, seinen Teil beizutragen.

Der ehemalige Präsident der Bank of England, Mark Carney, sprach von den „erfreulichen“ Trends, die er in den letzten fünf Jahren beobachtet hat und behauptete, dass das Thema zu einer „strategischen Top-Priorität“ für Unternehmen geworden ist.

„Es wird sehr schnell zum Hauptthema, und es geht in eine sehr positive Richtung, in der nach Möglichkeiten gesucht wird, das Thema zu fördern“, sagte er.

Der UN-Beauftragte betonte jedoch, dass private und öffentliche Finanzierung, auch durch multilaterale Entwicklungsbanken, in Einklang gebracht werden müssen, obwohl beispielsweise die USA noch nie Probleme hatten, Investoren für neue Kohleminen zu finden.

Die Powering Past Coal Alliance ist ein Zusammenschluss von nationalen und subnationalen Regierungsstellen, Unternehmen und Organisationen, die daran arbeiten, den Übergang von der Kohleverstromung zu sauberer Energie voranzutreiben.

Der virtuelle Gipfel wurde gemeinsam von Großbritannien und Kanada ausgerichtet. UN-Chef Guterres ordnet Streichung aller globalen Kohleprojekte an?

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