Der Verkauf von „Angriffs-U-Boote“ an die Türkei löst Kritik aus

Türkischen Expansionismus aufrüsten

Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis hat sich gegen die Pläne Deutschlands ausgesprochen, Angriffs-U-Boote der Baureihe 214 an die Türkei zu exportieren, da die Spannungen zwischen den beiden NATO-Mitgliedern immer größer werden.

Ministerpräsident Mitsotakis sprach sich gegen den Verkauf der Angriffs-U-Boote durch die Regierung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel aus, nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr Sanktionen gegen die Türkei verhängt hatten, als diese das Raketensystem S-400 aus russischer Produktion gekauft hatte.

„Deutschland plant, Angriffs-U-Boote in die Türkei zu exportieren. Das ist ein Thema, das uns beschäftigt“, sagte Mitsotakis während einer Online-Konferenz in dieser Woche, berichtet die griechische Zeitung I Kathimerini.

Die deutsche Regierung hat Bitten Griechenlands, der Türkei nicht sechs Angriffs-U-Boote vom Typ 214 zu verkaufen, weitgehend ignoriert, trotz der anhaltenden Spannungen, die im vergangenen Jahr durch türkische Aggressionen im östlichen Mittelmeer verursacht wurden und die die beiden Länder beinahe in einen militärischen Konflikt gebracht hätten.

Ein Bericht des Magazins Forbes, der Ende letzten Monats veröffentlicht wurde, wies auf den Bau der sechs Angriffs-U-Boote hin, zusammen mit der ersten lokal gebauten Mehrzweckfregatte der Türkei, der TCG Istanbul, die letzten Monat vom Stapel gelaufen ist.

Der Bericht behauptete, dass die griechische Marine der Türkei hinterherhinkt und stellte fest: „Athen wird mit ziemlicher Sicherheit neuere und modernere Kriegsschiffe benötigen, um der schnell wachsenden Seestärke des Rivalen Türkei etwas entgegenzusetzen.“

Nach Angaben der Greek City Times verfügt die griechische Marine gerade einmal über vier Angriffs-U-Boote des Typs 214, die als lautlos unter Wasser operierend gelten.

Die Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei bleiben hoch, obwohl der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan letzten Monat behauptete, er wolle die Beziehungen zur Europäischen Union verbessern und sagte: „Wir sind bereit, die Beziehungen wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Wir erwarten von unseren europäischen Freunden, dass sie den gleichen guten Willen zeigen.“

Gleichzeitig propagierte der Kommunikationsdirektor der türkischen Regierung, Fahrettin Altun, die Politik der „Blauen Heimat„, die besagt, dass die Türkei Anspruch auf viele der Gewässer erhebt, die Griechenland derzeit als Teil des eigenen Territoriums betrachtet. Der Verkauf von „Angriffs-U-Boote“ an die Türkei löst Kritik aus?